Arbeiten in der Ritzerbergstraße dauern noch bis Mitte November
Auch unter der Erde bald alles paletti

Als Günther Schwab vom Ingenieurbüro Zwick im Juli 2015 den Stadträten die Bilder zeigte, blieb den meisten die Spucke weg. Eine Kanalkamera hatte den desolaten Zustand der Rohre in der Ritzerbergstraße dokumentiert. Quer durch den Kanal verlief eine andere Leitung, Hausanschlüsse waren nur mit dem Hammer zurechtgehauen und in den Hauptkanal gesteckt, Gummidichtungen fehlten - das Abwasser konnte an vielen Stellen ungehindert ins Erdreich sickern. Für den Experten war es nur noch ein Frage der Zeit, bis der Boden nachgibt und alles zusammenbricht. "Es ist fünf nach zwölf", hatte Schwab damals gewarnt. Mittlerweile sind die Schäden fast behoben. Seit Juni arbeiten die Baufirmen auf Hochtouren. Um den Kanal auszutauschen, musste die Ritzerbergstraße auf 250 Meter Länge komplett aufgegraben werden. Dabei ließ die Stadt gleich die Wasserleitungen mit erneuern. Anwohner stöhnten zwar über den Lärm und den vielen Dreck, begrüßten jedoch die dringend notwendige Maßnahme. Bürgermeister Karlheinz Budnik dankte ihnen im Namen der Stadt für die Geduld. Noch bis Mitte November werden die Arbeiten andauern. Erneuert wird auch die Straßenbeleuchtung. Die alten Peitschenmasten müssen neuen LED-Laternen weichen. Kunden der Gärtner Hausner, die sich auf Allerheiligen vorbereiten wollen, müssen nicht bangen - die Zufahrt bleibt frei, da die Straße nur halbseitig gesperrt ist. Bild: mic

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