Bergahorn nicht mehr zu retten
Baumschänder in Gleißenthal

Fein säuberlich schnitzte ein Unbekannter einmal um den Stamm herum. Für den 60 bis 70 Jahre alten Bergahorn das Todesurteil. Bild: mic
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Windischeschenbach
01.07.2016
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Klaus Lang von der Polizei lässt keine Zweifel aufkommen. "Das war kein Dummer-Jungen-Streich. Das trägt die Handschrift eines Erwachsenen", ist sich der Kontaktbeamte sicher. Die Tat löst allgemeines Kopfschütteln aus: Ein Unbekannter hat in Gleißenthal einen Bergahorn angeritzt und zwar so massiv, dass der Baum nicht überleben wird.

Auf Augenhöhe hatte der Baumschänder sein Werkzeug angesetzt und ungefähr zwei Zentimeter tief in die Rinde hineingeschnitten. Auf einer Breite von zehn Zentimetern windet sich die Narbe wie ein Ring um den Stamm. Lang vermutet, dass der Täter Schnitzwerkzeug verwendet hat. "Mit einem Taschenmesser lässt sich das nicht machen."

Gärtnermeister Rainer Punzmann, den die Stadt um Hilfe gebeten hatte, spricht von "professioneller Arbeit". Die Leitungsbahnen seien komplett durchtrennt worden. "Die Versorgung des Baumes mit Wasser und Nährstoffen ist nicht mehr gewährleistet." Punzmann schätzt das Alter des Bergahorn auf 60 bis 70 Jahre. "Würde man einen Baum in dieser Größenordnung neu pflanzen, wäre er 23 000 Euro wert."

Der Ahorn steht in Gleißenthal rechts am Ortsausgang Richtung Püllersreuth auf Stadtgrund. "Josef Mathes hat ihn einst gepflanzt", erzählt Bürgermeister Karlheinz Budnik. Arbeiter, die zurzeit mit dem Neubau einer Maschinenhalle in der Nähe beschäftigt sind, haben den Schaden am Baum bemerkt. "Wir werden auf jeden Fall Anzeige erstatten", erklärt der Rathauschef.

Hinweise zum Täter nehmen der Kontaktbeamte Klaus Lang, Telefon 09681/91100, oder die Polizeiinspektion Neustadt, Telefon 09602/94020 entgegen.
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