Bürgerversammlung in Windischeschenbach - Schuldenabbau trotz Investitionen
Neue Oase für die Kinder

"Heuer ist ein Jahr der Rekordinvestitionen, in dem auch der Abbau von Schulden nicht außer Acht gelassen wurde." Zitat: Bürgermeister Karlheinz Budnik
 
Blitzer und Bodenwellen für Raser fordert Horst Kessler.

Schuldenabbau und Rekordinvestitionen: Ein durchwegs positives Resümee für 2016 zieht Bürgermeister Karlheinz Budnik in der Bürgerversammlung in der Schulaula. Trotz hoher Investitionen, beispielsweise in den Neubau eines Kindergartens, sinkt die Verschuldung von 9,5 Millionen im Jahr 2007 auf 7,7 Millionen Euro.

(zaf) Als Umlage an den Landkreis musste die Stadt dieses Jahr 200 000 Euro mehr bezahlen. Obwohl die Sterbefälle immer noch gegenüber den Geburten überwiegen, werden seit zwei Jahren wieder mehr Kinder auf die Welt gebracht. Auch die Einwohnerzahlen sind nur geringfügig rückläufig: von 5002 auf 4991.

Dass die Kleinen ganz oben auf der Prioritätenliste der Stadt stehen, betonte Budnik beim Blick auf den Neubau des Kindergartens. "Die Sorge um den Nachwuchs ist nicht nur eine Aufgabe der Eltern, sondern auch der Gesellschaft." Es sei die wohl größte kommunale Baumaßnahme in den vergangenen Jahren, die zum gemeindlichen Kostenanteil von 2,4 Millionen Euro mit 1,2 Millionen vom Freistaat Bayern und mit 127 000 Euro vom Bund unterstützt wurde. In der sehr modernen Kinderoase St. Emmeram sind bereits alle Plätze belegt.

Wegen ihres schlechten Zustands wurden auch heuer einige Straßen und Plätze saniert. Das betraf zum Beispiel den Lehnerberg, das Marktpodest, den Containerstandplatz in der Bahnhofstraße und den Kinderspielplatz in Bernstein. Ebenso wurden Kanal- und Wasserleitungen in der Ritzerberg- und der Schillerstraße für rund eine halbe Million Euro erneuert.

Neun Azubis


Dass schnelles Internet nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land mittlerweile unverzichtbar ist, hob Budnik hervor. In die Breitbandversorgung seien 929 000 Euro investiert worden.

Für besondere Verdienste wurden Adolf Beckert, Bernhard Riebl, Christoph Stangl, Josef Vollath, Siegfried Weber und Christa Wolf mit der Bürgermedaille ausgezeichnet.

Nach der erfolgreichen Bewerbung für das Kommunal-Investitionsprogramm erhält die Gemeinde für die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle 90 Prozent Zuschuss. Bei 1,6 Millionen Euro ergibt das etwa 1,4 Millionen. "Das ist die zweithöchste Förderung in der Oberpfalz", freute sich der Rathauschef.

Für neue Ausbildungsplätze, in diesem Fall für den Beruf Geomatiker, sorgt das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Seit September arbeiten dort neun junge Leute.

Raser bremsen


Dennoch gibt es vonseiten der Bürger manches zu beklagen. Es werde in einigen Bereichen zu schnell gefahren, kritisierte Horst Kessler. "Die Straße wird regelrecht als Rennbahn benutzt." Er schlug vor, mehr "Blitzer" aufzustellen oder Bodenwellen einzubauen.

VdK-Vorsitzende Angela Erfurt möchte mehr barrierefreies Wohnen. Es sei allerdings nicht möglich, bereits bestehende Wohnungen nach den bestehenden Richtlinien barrierefrei umzugestalten, bedauerte der Bürgermeister. Als verwahrlost bezeichnete Reinhard Ott die Kriegerkapelle. Er bat, das Gebäude zu sanieren, "bevor es zu teuer wird". Es sein schon etwas geschehen, es brauche seine Zeit", erwiderte Kirchenpfleger Bertwin Fleck.

Trotz allem ließ sich ein positives Fazit ziehen: "2016 war ein Jahr der Rekordinvestitionen, in dem auch der Abbau von Schulden nicht außer Acht gelassen wurde", stellte Bürgermeister Budnik fest.

Heuer ist ein Jahr der Rekordinvestitionen, in dem auch der Abbau von Schulden nicht außer Acht gelassen wurde.Bürgermeister Karlheinz Budnik
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.