Charity Zoigl mit Norbert Neugirg am Schafferhof in Neuhaus:
Lions Club Weiden lindert Leid mit Zoiglbier

Lions-Präsident Robert Beer und Norbert Neugirg (von rechts) kennen und schätzen sich seit der gemeinsamen Schulzeit. Links die fränkische Volksmusikgruppe "hullerngroove". Bild: cf

Gute Werke tun und dabei fröhlich sein: Der Lions-Club Weiden verbindet sein soziales Engagement mit Zoigl-Kultur. Diese Symbiose findet erneut treue Fans.

Neuhaus. (nt/az) "Ausverkauft" mit etwa 130 Besuchern war erneut die Tenne des Schafferhofs beim "Charity Zoigl". Der stellvertretende Vorsitzende des Lions-Hilfswerks, Michael Richthammer, berichtete von erschütternden Einzelschicksalen alleinerziehender Mütter und auch Familien in der Region, denen der Club unbürokratisch, effektiv und ohne großes Aufhebens hilft.

Für die Aktion "Not und Leid in Weiden" wenden die Weidener Lions jedes Jahr eine fünfstellige Summe auf. Allein der "Charity Zoigl" steuert dazu mehr als 2000 Euro bei. Präsident Robert Beer freute sich, dass er für die Veranstaltung den wortwitzigen und -gewaltigen Norbert Neugirg gewinnen konnte. Der Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell'n trat in musikalischer Verstärkung mit der (fränkischen) Gruppe "hullerngroove" auf. Diese "fränkische Weltmusik" ging mit dem vor Spaß sprühenden Neugirg eine kongeniale Kombination ein, die an die stärksten Zeiten der legendären Kabarettisten-Melange von Gerhard Polt und der Biermösl-Blosn erinnerte.

Kräftig durch den Kakao zog Norbert Neugirg natürlich die "Lions": "Die Lions lindern gerne Not und Leiden, und geben großzügiger und flotter von ihrem nicht zu knappen Schotter, wenn sie sich am Zoigl laben, und ein paar Liter intus haben." Die Erfahrung habe gezeigt, dass der Lion - hier - zum Trinken neige, "und dass mehr Spendengeld eingeht, wenn er unter Drogen steht". Daneben sorgte Neugirg mit Episoden und Anekdoten aus seinen Büchern für Heiterkeit und Schenkelklopfer.

"Kultur-Droge"


Das bayerische Reinheitsgebot jährt sich heuer zwar zum 500. Mal, die authentische "Kultur-Droge" Zoigl bringt es jedoch auf 600 Jahre. Volkskundliche Betrachtungen und Mahnungen, u. a. von Brenner Schäffer, an die durch die Jahrhunderte durstigen (und manchmal versoffenen) Oberpfälzer las Schafferhof-Wirt Reinhard Fütterer vergnüglich vor. Dem kurzweiligen Programm über fast zwei Stunden gab die Gruppe "hullerngroove" mit ungewohnter fränkischer Leichtigkeit die musikalische Stammwürze.

Weil in Weiden selbst sich nicht viel rührt, die tote Hose dort regiert, ist das fürwahr ein guter Grund, Weiden hinter sich zu lassen und möglichst den Entschluss zu fassen, den Zoigl auf dem Land zu suchen ...Norbert Neugirg
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