Feuerwehren pumpen Keller aus
Wasser, Dreck und viel Arbeit

Dreck und Wasser vereinten sich zur braunen Brühe, die die Straße hinunter und dann durch Gleißenthal lief. Bild: privat
Vermischtes
Windischeschenbach
14.06.2016
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Viel Arbeit und jede Menge Dreck hinterließ das schwere Gewitter, das am späten Montagnachmittag über die Stadt hinweg zog. Die Feuerwehren hatten zwar etliche Keller auszupumpen: "Doch wir sind glimpflich davon gekommen", zieht Feuerwehrmann Matthias Höning Bilanz.

Eine schwarze Wand zog am späten Nachmittag auf die Stadt zu, als Höning, der im Rathaus arbeitet, gerade Feierabend machen wollte. "Als ich das gesehen habe, bin vorsichtshalber ins Feuerwehrhaus gefahren." Ungefähr 15 Minuten lang öffnete der Himmel alle Schleusen. Das reichte, um die Feuerwehr in Alarmbereitschaft zu setzen. Und tatsächlich: Der erste Notruf ging um 16.55 Uhr ein. Weitere folgten Schlag auf Schlag.

Keller vollgelaufen


Neben der Windischeschenbacher Wehr waren auch Neuhauser, Dieterdorfer und Bernsteinern Feuerwehrleute im Einsatz. "Wir mussten in der Auenstraße, in der Adolf-Kolping-Straße und in der Hans-Böckler-Straße verschiedene Keller auspumpen", berichtet Andreas Bogner, Kommandant der Feuerwehr Neuhaus. "Der Kanal hat das einfach nicht mehr geschafft." Kurzzeitig stand das Wasser ungefähr 20 Zentimeter hoch in der Straße "Am Anger", das aber glücklicherweise schnell wieder ablief. Auch hinter den "Wolframstub'n", wo die Gäste sonst beim Zoigl sitzen, staute sich der Regen.

Die Feuerwehren hatten die Lage schnell im Griff. "In den meisten Kellern waren es nur 5 bis 10 Zentimeter, die wir mit einen Wassersauger schnell wieder draußen hatten", erinnert sich Höning. Durch Gleißenthal schoss ein kleiner Bach. "Das Wasser kam aus Richtung Püllersreuth", erzählt Thomas Weidner, Anwohner und Windischeschenbacher Feuerwehrler. Die Brühe lief dann vom Kirchplatz hinunter zum Hof beim Weiher. "Dann läuft der Weiher über und das Wasser überschwemmt das nächste Grundstück." Nach 30 Minuten war der Spuk vorbei.

Klappen auf


Auch Bademeister Horst Lindner blickte sorgenvoll in den Himmel und schaltete die Überlaufrinnen so, dass das überschüssige Wasser nicht in die Becken, sondern in den Kanal gelangte.

Auch bei Kirchendemenreuth kam es zu Überschwemmungen auf der B 22.

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