Geburtstag und Gottes Segen
Festakt eine fröhliche Feier

Der Saal lachte, als die Theatergruppe St. Benedikt den Schwank "Der Münchner im Himmel" auf der neuen Bühne im Mehrzweckraum aufführte.
Vermischtes
Windischeschenbach
03.06.2016
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Prälat Dr. Josef Schweiger (Mitte) segnete nach dem Gottesdienst das sanierte Wohnheim St. Benedikt. Ihm zur Seite standen Stadtpfarrer Gerhard Pausch und Geistlicher Rat Franz Reich.

Den Besuchern war schnell klar, wer im Mittelpunkt stand. Die Mädchen und Buben des Hauses St. Elisabeth und die Bewohner von St. Benedikt machten den Festakt zur fröhlichen Feier.

(mic) Das Jubiläum 50 Jahre Kinderhaus St. Elisabeth und die Einweihung des sanierten Wohnheims St. Benedikt hatte unzählige Ehrengäste aus der ganzen Oberpfalz angelockt. In der Kapelle drängten sich zum Festgottesdienst die Besucher.

Prälat Dr. Josef Schweiger, der die Messe zusammen mit dem Stadtpfarrer Gerhard Pausch (Herz Jesu Weiden) und dem Geistlichen Rat Franz Reich zelebrierte, sprach allen aus der Seele: "Hier ist Inklusion ganz einfach - im Leben miteinander und füreinander." Der Geistliche blickte in seiner Predigt auf die vergangenen 50 Jahre zurück und erinnerte an die Anfänge des Kinderheims, das die Deutschordensschwestern 1966 ins Leben gerufen hatten.

Sowohl die Behinderten, die seit März in dem neuen sanierten Wohnheim leben, als auch die Kinder und Jugendlichen vom Haus Elisabeth sprachen die Fürbitten, schmetterten zusammen mit Schwester Rosalinda im Chor "Adjuva Sana" ein "Halleluja" und stellten ihr selbstgestaltetes Mandala vor.

Den Segen spendete Prälat Schweiger im Anschluss in einem der Aufenthaltsräume. Zum offiziellen Festakt ging es einen Stock tiefer in den neuen Mehrzweckraum. Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) Regensburg, strahlte, als er ans Rednerpult trat: "Ich wünsche allen, die hier leben, dass sie sich immer zu Hause fühlen", sagte er. Besonders dankte er den beiden Leiterinnen Hannelore Haberzett und Elke Bauer. "Das sind zwei Frauen, die die Region mitgestalten."

Bezirkstagspräsident Franz Löffler bezeichnete die KJF als "wertvollen Partner mit einer tollen Ideologie". Im Mittelpunkt all des Tun stehe der Mensch. Auch Landrat Andreas Meier war der Meinung, dass die KJF Tolles leiste. "Mit Glauben und Tatkraft ist hier eine segensreiche Einrichtung entstanden." Bürgermeister Karlheinz Budnik lobte "den wunderbar gelungenen Umbau" und dankte der KJF für die gute Zusammenarbeit.

Architekt Peter Pracht hatte zum Schluss für die Leiterinnen noch eine Überraschung parat. Alle am Bau beteiligten Firmen hatten sich zusammen getan, um für das neue Wohnheim zu spenden. 4330 Euro waren zusammengekommen. Auch der Sprecher der amerikanischen Veteranen, Donald Cannon, überreichte eine Spende. Zwischen den Ansprachen zeigte die neu gegründete Theatergruppe aus Behinderten und Nichtbehinderten, was sie einstudierte hatte. Bei "Ein Münchner im Himmel" bogen sich die Zuschauer vor Lachen.

Am Sonntag, 5. Juni, laden beide Häuser zum Tag der offenen Tür ein. Beginn ist um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst.

Jung und AltSeit 2004 ist die Katholische Jugendfürsorge Träger des Hauses St. Elisabeth. Zurzeit werden 94 Kinder betreut, flexible Hilfen und betreutes Wohnen nehmen weitere 101 Kinder in Anspruch. Für 24 Kinder gibt es Schulbegleitung . Die Bewohner von St. Benedikt sind zwischen 21 und 70 Jahre alt. Das neue Wohnheim beherbergt 2 Gruppen, eine mit elf, die andere mit 13 Plätzen. Die Gruppe sind altersgemischt und für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gestaltet.
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