Gemeinsamer Freiluft-Gottesdienst der Pfarreiengemeinschaft als Zeugnis für den Glauben
Miteinander mitten im Leben

Windischeschenbach/Neuhaus. Schmunzelnd warteten Pfarrer und Gottesdienstbesucher bis auch der letzte Waggon des schier endlos wirkenden Güterzuges die Neuhauser Brücke passiert hatte. Dann erst hob der Chor zum Gloria an. Der gemeinsame Gottesdienst der Pfarreien St. Emmeram und Hl. Geist fand am Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Parkplatz am ehemaligen Comet in der Neuhauser Straße statt - in der Mitte zwischen Neuhaus und Windischeschenbach, mitten in der Natur und mitten im Leben, wie einige vorbeikommende Vatertagswanderer zeigten. "Der Weg in den Himmel führt über die Menschen", gab Hubert Bartel der Gemeinde anlässlich des Christi-Himmelfahrtstages zu bedenken.

Zur Verdeutlichung seiner Worte zog Bartel die von den Kindergärten beider Pfarreien gestalteten Himmelsleitern heran, die sich aus Fußabdrücken der Mädchen und Buben zusammensetzten. Wie der Geistliche weiter ausführte, reiche es nicht, nach oben zu schauen und zu beten. Vielmehr sollten gläubige Christen im täglichen Miteinander Zeugen Gottes auf Erden sein.

So stellte der Pfarrer das miteinander leben und miteinander glauben als die große Aufgabe und Herausforderung aller Gläubigen heraus. Dass dies gelingen kann, zeigte sich in der Organisation des gemeinsamen Gottesdienstes. Zum einen wanderten die Angehörigen der beiden Pfarreien für die Messe in Prozessionen quasi aufeinander zu, zum anderen teilten sie sich deren Gestaltung. So scharrten sich Windischeschenbacher und Neuhauser Ministranten gleichsam um den Altar. Überdies sangen die Kirchenchöre von St. Emmeram und Hl. Geist gemeinsam und auch an der Gabenprozession beteiligten sich Pfarrangehörige beider Seiten.
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