Generalversamlung der Neuhauser Feuerwehr
Kamera als Notbehelf

Kommandant und Vorstand der Feuerwehr Neuhaus blicken positiv auf das vergangene Jahr zurück. Zufrieden sind sie aber trotzdem nicht ganz.

Neuhaus. Es hat sich immer noch kein Grundstück für ein neues Gerätehauses gefunden. Das heißt auch, dass das Feuerwehrauto nach wie vor in der engen Kurve rückwärts aus der Garage fahren muss. Auch bei der Wartung und Pflege bleibt es eng.

Eigeninitiative


350 Euro von der Volksbank will Kommandant Andreas Bogner als Anzahlung für eine Rückfahrkamera verwenden. "Den Einbau erledigen zwei Kameraden, die Brotzeit dafür spendiere ich", verkündete er in der Generalversammlung im Lingl-Saal. Sollte eine Finanzierungslücke bleiben, will zweiter Kommandant Thomas Wilhelm einspringen.

Kassenwart Johannes Eibl bezeichnete den Rosenmontagsball als größte Einnahmequelle des vergangenen Jahres. Vorsitzender Christian Windschiegl monierte, dass wenige eigene Mitglieder gekommen seien. Er äußerte die dringende Bitte, dies bei der Neuauflage am 8. Februar zu verbessern. "Das würde auch die Mühen der Kameraden belohnen, die sich mit viel Ehrgeiz engagieren." Motto ist diesmal das Mittelalter. Das Neuhauser Prinzenpaar der Pfadfinder Faschingsgesellschaft wird den Ball unterstützen.

Vorsitzender Christian Windschiegl erinnerte an Veranstaltungen wie das Bankerlfest oder das Maibaumaufstellen am Marktplatz sowie die Segnung der neuen Tragkraftspritze nach dem Floriansamt. Zum Jahresende zählte die Wehr 126 Mitglieder, davon einschließlich der Jugendlichen 68 Aktive.

Bürgermeister Karlheinz Budnik betonte, dass die Stadt alles tun werde, die freiwilligen Helfer bestmöglich zu unterstützen. 2015 habe man 20 000 Euro für die Ausstattung der fünf Wehren mit neuen Helmen aufgebracht. Stadtrat Werner Sauer dankte der Wehr, dass sie im heißen Sommer den Sportplatz ausreichend gewässert habe.

André Stessmann, Kommandant der Kollegen aus Windischeschenbach, will mit mehr Öffentlichkeitsarbeit den Nachwuchs anlocken. Weil Richard Franz bei der Staatsehrung verhindert war, erhielt er am Freitag nachträglich von Bürgermeister Budnik das goldene Ehrenkreuz für 40 Jahre Mitgliedschaft.

"Egal ob man 10 oder 70 Einsätze abarbeitet, das Wichtigste ist immer noch, dass man jemandem helfen kann und dass wir alle wieder gesund zurückkehren", sagte Kommandant Bogner. 72 Einsätze bedeuteten 12 mehr als noch 2014. Daraus ergaben sich inklusive Übungen 972 Einsatzstunden.

Bei 51 technischen Hilfeleistungen von der Katze im Baum über Ölspur oder Verkehrsabsicherung, bis hin zu zahlreichen Unfällen auf der Autobahn bewiesen die Kameraden Topform. Häufig seien Unfälle an der Zu- und Abfahrt der Autobahn gewesen. Zahlreiche Kameraden absolvierten einen Motorsägenkurs, besuchten das Brandhaus Würzburg, übten als Atemschutzgeräteträger oder unterzogen sich der Digitalfunk-Schulung.

Schulungen auf dem Plan


Als Aufgaben für 2016 nannte Bogner kurz die Inbetriebnahme des Digitalfunks einschließlich entsprechender Schulungen, die modulare Truppenausbildung (MTA), Leistungsprüfungen Brand und Technische Hilfeleistungen (THL) sowie die weitere Suche nach einem Grundstück für das Gerätehaus.
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