Hohe Auszeichnung
Bürgermedaille krönt Engagement

Bürgermeister Karlheinz Budnik (Mitte) hatte die Ehre, am Freitag in der Aula der Schule eine Frau und fünf Männer mit der Bürgermedaille auszuzeichnen. Von links: Josef Vollath, Adolf Beckert, Bernhard Riebl, Christoph Stangl, Siegfried Weber und Christa Wolf. Bild: mic
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Windischeschenbach
10.04.2016
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"Heute fällt der Blick auf diejenigen, die sich auf die verschiedenste Weise für unserer Stadt eingesetzt haben." Bürgermeister Karlheinz Budnik hatte am Freitag in der Aula der Schule eine ganz besondere Aufgabe: Er verlieh verdienten Persönlichkeiten der Stadt die Bürgermedaille.

Im Mittelpunkt der Ehrensitzung des Stadtrats standen eine Frauen und fünf Männer, denen seit vielen Jahrzehnten das Wohl der Stadt am Herzen liegt. Zusammen mit Partnern und Familie waren sich zu diesem Festakt eingeladen. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte das Duo "Musikcafea" mit Chordirektor Helmut Wolf (Klavier) und Reinhold Maß (Geige).

Der erste im Reigen der Geehrten war Adolf Beckert . Der Bürgermeister erinnerte an die unzähligen Zeilen, die er seit 1975 verfasst hatte. "Er ist der Windischeschenbacher Chronist schlechthin", sagte Budnik. "Ein zuverlässiger Berichterstatter mit Herz und Leidenschaft." Obwohl Beckert am Donnerstag 76. Geburtstag gefeiert habe, sei er immer noch mit großem Engagement dabei, für das Medienhaus "Der neue Tag" über das Geschehen in Windischeschenbach zu schreiben.

Mit großem Enthusiasmus widmet sich Bernhard Riebl der Pflege der vielen Bildstöcke, Marterl, Feldkreuze, Gedenksteine und Kapellen in und um Windischeschenbach. "Seit 2000 ist er unermüdlich als Denkmalwart für den Oberpfälzer Waldverein unterwegs." Budnik nannte das Buch "Auch wir gehören zur Heimat - Kreuze, Marterln und Bildstöcke", das Riebl 2013 veröffentlichte ein einzigartiges Zeitdokument für die Stadt. "Wir können nur erahnen, wie viel Zeit und materiellen Aufwand er in dieses Buch gesteckt hat."

Unzählige Arbeitsstunden hatte Christoph Stangl in den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Bernstein investiert. Er habe sich um die notwendigen Unterlagen bemüht, stellte während der Bauzeit private Maschinen zu Verfügung und kümmerte sich auch noch um die Bauleitung. "Er dürfte unbestritten zu einer deutlichen Senkung der Kosten beigetragen haben", sagte der Rathauschef anerkennend. Auch um die Außenanlagen habe er sich und sich um die Sanierung der darunter liegende Kanalisation gekümmert.

Auch Josef Vollath lag das neue Bernsteiner Gerätehaus sehr am Herzen. "Mit 1900 unentgeltlichen Arbeitsstunden erbrachte er den überwiegenden Teil der Eigenleistungen", lobte Budnik. Auch für ihn sei es selbstverständlich gewesen, Maschinen aus seinem privaten Bestand für den Neubau kostenlos zur Verfügung zu stellen." Durch diesen Einsatz sei es möglich gewesen, das Gerätehaus mit einem Nettokostenaufwand von knapp 160 000 Euro zu bauen. Das Engagement gehe weit über das hinaus, was von einem ehrenamtlichen Kommandanten erwartet werden kann.

Das Waldnaabtalmuseum liegt Siegfried Weber ganz besonders am Herzen. "Mit seinen 85 Jahren gibt er bei vielen Führungen reichhaltiges Fachwissen immer noch gerne an die Besucher weiter", sagte der Bürgermeister. 2006 habe er sich für die Einrichtung eines Trauungszimmers in der Burg eingesetzt, das bis heute sehr gerne von Brautpaaren für standesamtliche Hochzeiten genutzt wird. "Man kann wohl mit Recht behaupten, dass es Menschen wie Siegfried Weber zu verdanken ist, dass es unser Heimatmuseum heute noch gibt."

24 Jahre lang saß Christa Wolf im Stadtrat. Soziales Engagement sei ihr heute noch wichtig, betonte Budnik. Seit der Einstellung des "Waldnaabtal-Anzeiger" gründete sich 1998 unter ihrer maßgeblicher Beteiligung die monatlich erscheinende örtliche Zeitung "Escherwecker Kasbladl". Inzwischen heißt das Blatt "Stadt- und Landexpress", doch Wolfs Engagment tat dies keinen Abbruch. "Unermüdlich ist sie unterwegs, um über das Geschehen in der Stadt zu berichten", sagte Budnik.
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