Indoor-Cycling-Marathon in Regen
"Quäl dich, du Sau"

Die gute Laune kam dem Zoiglteam um Matthias Lenk, Ernst Frischholz, Sigrid Pietsch und Robert Franz (von rechts) auch nach achteinhalb Stunden Schinderei auf dem Bike nicht abhanden. Sie powerten beim Indoor-Cycling im Bayerischen Wald. Die Zwei-Liter-Flasche Zoigl setzte letzte Kräfte frei. Bild: fz
Vermischtes
Windischeschenbach
18.02.2016
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Vier, die auszogen, an die Grenzen zu gehen. Das "Zoigl-Team" als Botschafter Windischeschenbachs kurbelte beim Indoor-Cycling-Marathon in Regen acht Stunden. Zum Schluss pumpte das Kultgetränk Power in die müden Beine.

"Power to the Forrest" war das Radevent im BLS-Sportcamp in Regen übergeschrieben. Acht Stunden pures Kurbeln. Wer tut sich das an? Positiv Verrückte gibt es immer, und das auch in Regen. 120 Indoor-Bikes standen in der Halle, für die 195 Starter gemeldet hatten. Die Mehrzahl als Zweierteams mit vier Stunden oder als Vierergruppe mit jeweils zwei Stunden im Wechsel. 51 Radverrückte aber kurbelten die acht Stunden zur Hälfte im Sitzen und Stehen am Stück ohne Wechsel ab.

Zoigl-Doping


Matthias Lenk und Robert Franz von der Concordia sowie NT-Mitarbeiter Ernst Frischholz mit Partnerin Sigrid Pietsch starteten als Zoigl-Team. Frischholz und Pietsch hatten schon Erfahrungen von einem ähnlichen Marathon in Hof. Lenk und Franz sprangen ins kalte Wasser und "überlebten". Lenk erschien mit einer Zwei-Liter-Flasche Zoigl unter dem Arm als Mitbringsel. Das Gebräu kannte man auch "im Wald". Lenk macht deutlich, dass das die eiserne Ration für das Team ist. Vor Beginn gab es eine Tüte mit Gastgeschenken, und die Trinkflasche darin gab das Motto für die folgenden Stunden vor: "Quäl dich, du Sau". Nach einer kurzen Phase fürs Einstellen des Rades setzte die Power ein. "Es ist wie achteinhalb Stunden geiles Tanzen in der Disco. Das nur auf dem Rad. Die Musik hämmert, nach deren Takt wird getreten", erzählte Frischholz. Auf der Bühne peitschten drei Instruktoren ein und gaben das Treten im Sitzen oder Stehen vor. Das ging nicht im Leerlauf, die Räder waren auf Widerstand eingestellt. Die Teams wechselten sich stündlich ab. Jedes Team versuchte, das andere zu übertreffen.

"Seid ihr dabei? Wollt ihr mehr?", tönte es in die Halle. Bereits nach zwei Stunden waren die Radler durchgeschwitzt und wechselten das Trikot. Schweißpfützen sammelten sich unter dem Rad an. Der Kopf war leer und die Beine schwer, da griff Lenk vor Beginn der letzten Stunde zum "Zoigl-Doping". Er köpfte die Zwei-Liter-Flasche, und es floss neue Kraft in die geschundenen Körper. Die Laune stieg mit jedem Schluck des Elexiers und so wurden die letzten 60 Minuten ein Spaß. Fünf Liter Flüssigkeit aufgenommen, ohne einmal aufs Klo zu gehen, und der Radcomputer zeigte einen Verbrauch von 4380 Kalorien an.
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