Jagdgenossenschaft Neuhaus-Dietersdorf zieht Bilanz
Nur Wildschweine machen Probleme

Neuhaus. Die Wildschweine bleiben das einzige Ärgernis in der Jagdgenossenschaft Neuhaus-Dietersdorf. Wie sich in der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Zum Waldnaabtal" herausstellte, setzte sich das harmonische Miteinander im vergangenen Jahr fort.

"Die Jagdgenossen loben die Jäger. Die Jäger loben die Jagdgenossen. Da bleibt dem Bürgermeister nur eins: Ich lobe beide", kommentierte Karlheinz Budnik die erfreuliche Situation. Wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Grundbesitzern und den Waidmännern funktioniert, verdeutlichte Jagdvorsteher Andreas Punzmann am Beispiel einer Verwüstung von Feldern durch eine Rotte Wildschweine. "Zwar ist Schaden entstanden, aber man kann sich sicher sein, die Jäger kümmern sich drum", stellte Punzmann das große Engagement von Jagdpächter Thomas Tichy und seinen Mitgehern heraus.

Eine ebenso gute Zusammenarbeit gebe es auf der Dietersdorfer Seite mit Jagdpächter Walter Scharnagl. In Sachen Wildschwein sind die Waidmänner mit ihrem (Jäger-)Latein fast am Ende. Wolfgang Kraus berichtete, dass sich Einzelansitzen wegen des großen Wanderbereichs der Rotten nicht für eine effektive Jagd eigne. Treib- oder Drückjagden kämen wegen der Verkehrswege und der vielen Jogger, Spaziergänger und Radfahrer nicht in Frage.

Kraus schlug vor, die Wildschweine in ein Rapsfeld zu locken. Auch das Wetter sei für die Wildschweinjagd hinderlich, fand Tichy. "Wir hatten keinen richtigen Winter", bedauerte der Jagdpächter. Dadurch finde keine natürliche Auslese der Frischlinge statt. Die Anzahl der geschossenen Wildschweine sei sehr überschaubar. Ansonsten sei der Abschussplan erfüllt worden.

Anders als im restlichen Landkreis, wo die Quoten meist erhöht wurden, bestätigte das Verbissgutachten 2015 den Abschussplan. In Vertretung des Revierförsters Andreas Arnold erläuterte Punzmann die Katasterpunkte, an denen die Verbissschäden aufgenommen wurden. Bei einer Waldbegehung im April sollen auch die Schäden abseits der Erfassungspunkte bewertet werden.

Der Jagdvorsteher berichtete, dass sich der Einsatz eines Spezialgerätes des Maschinenrings beim Freischneiden von Wegen oder Feldrändern auszahlt. Auf seinen Vorschlag hin beschloss die Versammlung, den Reinertrag der Jagdnutzung erneut in die Wegeinstandhaltung zu stecken.
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