Keinen Rückhalt gefunden
Bürgermeister Karlheinz Budnik äußert sich zur Kündigung der Stützelvilla-Belegschaft

Bürgermeister Karlheinz Budnik.
Vermischtes
Windischeschenbach
11.07.2016
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Zum Leserbrief von den Mitarbeitern der Stützelvilla, denen der Kreisjugendring gekündigt hat, meldet sich Bürgermeister Karlheinz Budnik zu Wort.

Der Kampf um den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes sei ehrbar und müsse auch entsprechende Beachtung finden, räumt der Rathauschef ein. Er zeigt vollstes Verständnis, dass sich die Betroffenen um ihre berufliche Zukunft große Sorgen machten. Das Angebot des Landkreises, Bewerbungen an interessierte Firmen weiterzuleiten, würde dem Stadtoberhaupt auch wenig Trost geben.

Budnik betont aber ausdrücklich, dass die Verantwortung für die Kündigung der elf Beschäftigten der Stützelvilla nicht bei der Stadt Windischeschenbach liege. "Die betroffenen Damen und Herren sind Bedienstete des Kreisjugendrings, diesem wurde allerdings durch den Landkreis Neustadt der Trägervertrag gekündigt."

Den Vorwurf, nicht für den Erhalt der Stützelvilla gekämpft zu haben, weist der Bürgermeister entschieden zurück und erinnert an den Bericht im "Neuen Tag" vom 25. August 2015, also vor knapp einem Jahr. "Die Stützelvilla muss als Tagungshaus erhalten bleiben. Das fordert Bürgermeister Karlheinz Budnik." So lautete damals eine der Überschriften, und das sei nach wie vor seine Meinung. Im selben Bericht habe er seine Befürchtung über den Wegfall von zehn Arbeitsplätzen deutlich gemacht, weil der Landkreis die Stützelvilla dem Freistaat als möglichen Behördenstandort angeboten hatte. "Aber ich bekam allerdings so gut wie keinen Rückhalt mit meiner Forderung nach dem Erhalt der Einrichtung", bedauert Budnik.

Mit der Schließung des Jugendtagungshauses verliere die Stadt zudem 10 000 Übernachtungen im Jahr und damit auch die Menschen, die sich hinter dieser Zahl verbergen. Dies habe er auch dem bayerischen Finanzministerium mitgeteilt und gebeten, dies bei der Entscheidung über den möglichen Behördenstandort in Windischeschenbach mit zu bedenken. Der Beschluss aus München stehe noch aus. "Gut Ding will natürlich auch Weile haben."

Leider habe der Landkreis die Stützelvilla als Jugendtagungshaus aus verschiedenen Gründen aufgegeben und den Betriebsträgervertrag mit dem Kreisjugendring gekündigt. Die Stadt hingegen habe mehrere Alternativstandorte für den neuen Behördensitz benannt, dies auch vor dem Hintergrund, dass eine Schließung der Stützelvilla als Jugendtagungshaus vermieden werden könne. Die Befürworter des Jugendtagungshauses hätten bisher leider wenig von sich hören oder lesen lassen, klagt Budnik.
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