Kinderhaus-Leiterin Anita Moller geht in Ruhestand
Sag’ zum Abschied leise Servus

Überwältigt nahm Anita Moller auf dem Weg zum Schafferhof bunte Rosen von aktuellen und ehemaligen Kindergarten- und Krippenkindern in Empfang, bevor sie bei einer Überraschungsparty gefeiert wurde. Bild: mlb
Vermischtes
Windischeschenbach
23.06.2016
315
0

Nach 21 Jahren verlässt Anita Moller das Kinderhaus. Bei der Überraschungs-Abschiedsparty fließen Tränen. Dazu bilden aktuelle und ehemalige Schützlinge ein Spalier aus Rosen.

Neuhaus. "Heute sind es dann doch zwei weinende Augen", gestand Anita Moller gerührt angesichts der Überraschungsparty auf dem Schafferhof. Ihr Mitarbeiterinnen-Team und der Elternbeirat hatten sich nicht lumpen lassen und für die beliebte Kinderhaus-Chefin, die sich Ende des Monats in die Altersteilzeit verabschiedet, ein Abschiedsfest veranstaltet. Der erste Gänsehaut-Moment erwartete die baldige Ruheständlerin bereits beim Einbiegen in die Burgstraße. Zahlreiche aktuelle, aber auch viele ehemalige Kindergarten- und Krippenkinder samt Eltern säumten mit bunten Rosen die Straße bis zum Schafferhof. Überwältigt nahm Moller jede einzelne Blume in Empfang, während Markus Zimmermann auf der Trompete für den passenden Rahmen sorgte.

Geschick und Können


Wehmutstränen gab es bei der offiziellen Verabschiedung, bei der auch Bürgermeister Karlheinz Budnik, Pfarrer Hubert Bartel, Geistlicher Rat Wolfgang Traßl und Sabine Weber vom Caritasverband Grußworte sprachen. "Sie haben den guten Ruf den das Kinderhaus nun hat, entscheidend mitgeprägt. Sie führten den Kindergarten mit viel Geschick und Können und schufen so für zahlreiche Kinder ein zweites Zuhause", lobte Traßl. Er sprach seinen Nachrednern aus dem Herzen. Wie der Ruhestandsgeistliche unterstrich, der zusammen mit der scheidenden Leiterin 1995 den Grundstein für das Kinderhaus gelegt hatte, war Mollers Arbeit in all den Jahren stets eine Berufung, weitab vom bloßen Job. Dass die engagierte Erzieherin immer voller Tatendrang und mit Leidenschaft für ihre Kinder einstand, durfte auch Bürgermeister Budnik in so manch kontroverser Diskussion erfahren, wie er selbst berichtete. Das Stadtoberhaupt dankte Moller für ihren Einsatz und gab ihr rückblickend mit einem Augenzwinkern in vielen Dingen Recht.

Glückwünsche und Grüße der besonderen Art standen nach der Kaffeepause auf dem Programm. Via Videobotschaft sendeten Personen und Gruppen, die Moller in den letzten 21 Jahren begleitet hatte, Wünsche für den Ruhestand. Der Elternbeirat erheiterte das Publikum mit einer Show-Einlage. Darin verarbeiteten sie Lob, nahmen Moller aber auch aufs Korn. "Der Anlass ist traurig, der Abschied tut weh. Wir lassen dich wirklich nur ganz ungern geh'", verabschiedete das Team ihre scheidende Chefin in Gstanzln. Diese sieht ihrem Ruhestand mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Zum einen sei sie sehr dankbar für die vielen Erinnerungen. "Ich werde euch vermissen", gestand sie mit Tränen in den Augen. Zum anderen warteten mit der Betreuung ihrer Mutter und ihrer kleinen Enkeltochter bereits neue, nicht minder interessante Aufgaben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Abschied (40)Kinderhaus (34)Anita Moller (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.