Kirchliche Brückenbauer
Kleines Jubiläum für ökumenisches Abendgebet

Die Mitglieder der beiden Singgruppen bilden das Rückgrat der ökumenischen Abendgebete. Bild: wrt

Zweimal im Jahr kommen Gläubige zum ökumenischen Abendgebet zusammen. Das Thema der 20. Veranstaltung dieser Art hieß "Restart - auf Neuanfang". Dazu passte, dass sich die Teilnehmer erstmals nach dem Umbau wieder in der neu renovierten Hauskapelle St. Elisabeth treffen konnten.

Pfarrerin Nadine Schneider führte mit Gedanken zum Thema hin. "Oft fehlt der Mut, Altes loszulassen und Neues zu wagen." "Sei du bei uns", bat sie um göttlichen Beistand in solchen Situationen.

Stadtpfarrer Hubert Bartel las aus der Apostelgeschichte die Bekehrung des Paulus, also dessen persönliche Geschichte eines Neuanfangs. Eine Spielszene verdeutlichte, in welchen Lebenssituationen ein oft auch schmerzlicher Neuanfang nötig und heilsam sein kann. Das kleine Jubiläum war Anlass, auf zehn Jahre Zusammenarbeit von evangelischen und katholischen Christen zurückzublicken. Organisiert und vorbereitet wird das ökumenische Abendgebet vom Chor "EinKlang" der evangelischen Gemeinde unter Leitung von Armin Karwath und von katholischer Seite vom Freundeskreis der Deutschordens-Schwestern, deren Mitglieder auch die Singgruppe "Adiuva Sana" bilden.

Charakteristisch für das Abendgebet ist die meditative Stimmung, zu der die Gestaltung des Altarraumes mit vielen Lichtern und dem Franziskus-Kreuz beiträgt. Das Gebet hat immer ein spezielles Thema, das mit dem aktuellen Zeitgeschehen zu tun haben kann oder Alltagsprobleme anspricht.

Plastische Darstellungen


So ging es in der Vergangenheit schon um "Geborgenheit", "Vergänglichkeit", "Zueinander Brücken bauen", oder "Heimatlosigkeit". Es gibt vertraute Elemente, wie das Entzünden von Lichtern, die an die Gläubigen ausgegeben werden, immer wiederkehrende Gebete wie das Vaterunser, eine Zeit der Stille, frei formulierte Fürbitten oder die Segensbitte "Herr sei vor mir".

Auf unterschiedliche Art nähert man sich den Themen: Bei "Einer trage des anderen Last" liegen schon mal Steine auf Bänken und auf dem Boden, es gibt per Beamer Bilder, die anschaulich machen, was "heimatlos" bedeutet, oder ein Rollenspiel zum Nachdenken.

Von Anfang an waren die jeweiligen Seelsorger mit eingebunden. Sie erteilen gemeinsam am Ende des Gottesdienstes den Segen. Kinder und Jugendliche - seien es die Konfirmanden oder Bewohner des Hauses St. Elisabeth - helfen beim Verteilen von Lichtern und Liedzetteln, oder auch bei der Ausgabe der kleinen "Give-aways", die manchmal am Ende des Gebetes ausgeteilt werden. Das waren im Laufe der Jahre schon Lesezeichen, Salzsäckchen, Kugelschreiber oder aktuell eine Frühlingsblume als Symbol des Neuanfangs.

Legendäres Buffet


Fast ebenso geschätzt wie der Gottesdienst selber ist der Imbiss, der danach für alle Besucher angeboten wird. So wie das Gebet im Wechsel in der evangelischen Christuskirche und in der Kapelle von St. Elisabeth stattfindet, trifft man sich danach entweder im Gemeindehaus oder diesmal im neuen Veranstaltungsraum vom Haus St. Elisabeth zum geselligen Teil. Ohne große Absprachen steht jedes Mal ein beeindruckend vielfältiges Buffet zur Verfügung. Jedes Mitglied der beiden Gruppen bringt etwas mit. Da gibt es immer wieder neue Schmankerl oder auch Altbewährtes wie Angelas "Eierlikör von glücklichern Hühnern" oder Ottilies "Zitronenwelle" zu entdecken. "Allein dafür lohnt es sich schon, herzukommen", meint eine Besucherin.
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