Modellbahnaussstellung in der Mehrzweckhalle Windischeschenbach
Miniatur Wunderwelten mit Sprungschanze und Olympiasieger

Frenzel beim Start, ein Rundgang, mit Besuchern. Auch größere Zugspuren, nicht nur die HO-Spur, usw. --alle Bilder sind extra beschriftet------
Vermischtes
Windischeschenbach
06.11.2016
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Nicht nur Miniaturen auf vier Rädern brachten die Besucher bei den Modellbahnfreunden zum Staunen. Begeisterung lösten auch andere Szenarien aus - sogar bei Olympiasieger Eric Frenzel.

(zer) Jährlich versuchen die Modellbauer ihren Gästen und Besuchern bei der Ausstellung etwas Neues und Besonderes vorzustellen. Heuer war es die Skisprunganlage, mit der sie an vergangenen Zeiten der Concordia Windischeschenbach, den Rad- und Skisportverein erinnerten. Concordia-Chef Heinz Uhl berichtete in der Runde mit dem Nordischen Kombinierer Frenzel, dass es 1953 eine Holzschanze in Gleißenthal gegeben habe. Der weiteste Sprung erreichte 44 Meter. Nach zehn Jahren war das Holz marode, die Anlage wurde abgebaut. "In den Fünfzigern gab es sehr gute Springer. Wir wechselten dann ins Fichtelgebirge nach Bischofsgrün oder fuhren nach Hirschau."

Bei der Modellausstellung in der Mehrzweckhalle startete Frenzel den ersten offiziellen Sprung auf der Nachbildung. Er löste die Abdeckung und drückte den Knopf an der "Concordia-Schanze", die das Logo und Emblem des Rad- und Skisportvereins trägt. Elegant in gebückter Haltung fuhr der Zwei-Zentimeter-Mann zum Sprungtisch, besiegte die Schwerkraft und flog tatsächlich mit neuer Weite über den Konstruktionspunkt, der kritischen Weite. "Da habe ich ja eine gute Saison vor mir", scherzte Frenzel.

Frenzel steht unmittelbar vor den Saisonvorbereitungen. An diesem Wochenende hatte er noch frei. Natürlich läuft das Training schon länger, auch auf Rollenskiern rund um seine Wohnort Flossenbürg. Nach dem Absprung bei den Modellbauern geht es nach Oberstdorf zum Lehrgang. "Es folgt ein Sprungtraining in der Schweiz, ehe es nach Finnland geht".

Vorsitzender Robert Beer führte den Sportler nach der offiziellen Eröffnung durch das große mit 90 Modulen verkabelte Ausstellungsgelände. Dabei erlebten die Besucher mit dem Ehrengast, dem sich auch Bürgermeister Karlheinz Budnik anschloss die rollende Landstraße mit zahlreichen Pkws und Lkws, die wie von Geisterhand geführt auf den Straßen unterwegs und auf den Zug fahren.

Begeisterung lockte auch der Containerbahnhof mit Fähre, auf die Schnellzüge und Containerwaggons verladen werden, hervor. Die Jugend zeigte ein technisch aufwendiges Rohmodell mit einer Kehrtwende, an der sie derzeit arbeitet. Vorgestellt wird es wohl im nächsten Jahr.

"Was die Mitglieder hier zustande bringen ist einzigartig. Gerne stellen wir unsere Halle kostenlos zur Verfügung", sagte Rathauschef Budnik. Genauso begeistert ist Alfred Tragl aus Tirschenreuth. "Ich bin kein Modellbauer, aber ich komme immer gern. Es gibt immer etwas Neues. Ich schaue mir das gerne und lange an, verbring schon mal einen halben Tag hier." "Ich freue mich, dass wir die Besucher zum Staunen bringen können, denn hier erleben die Gäste stilechte Eindrücke und Erlebnisse in kleinem Maßstab", sagte Vorsitzender Robert Beer.
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