Neuer Holzbackhofen funktioniert mit Pellets
10-Tonnen-Monstrum muss durch die Wand

Um den neuen Holzbackofen in seine Backstube zu bekommen, musste Georg Forster ein Loch in die Hauswand schlagen. Ein XXL-Stapler hievte das Monstrum durch die Öffnung im ersten Stock. Bild: ab
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Windischeschenbach
28.09.2016
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Wer am Dienstagvormittag zufällig die Hauptstraße entlang geht, kann gar nicht anders, als stehenzubleiben. Viele Schaulustige verfolgen staunend, wie ein XXL-Stapler ein großes, quadratisches Paket vom Lkw lädt. Das Monstrum ist ein neuer Backofen für die Biobäckerei Forster.

Inzwischen kann Georg Forster wieder lachen. "Das war ein Kraftakt", blickt er zurück. Alleine die Vorbereitungen kosten ganz schön Nerven, denn die Ausmaße des Ofens sind so groß, dass er durch keine Türe passt, geschweige denn eine Treppe hinaufgetragen werden kann. Um ihn überhaupt in die Backstube zu bekommen, entscheiden sich die Forsters ein Stück Wand herauszubrechen. "Ich bin froh, dass das Haus noch steht", scherzt Lisa Forster. Um der Statik gerecht zu werden, musste im Erdgeschoss ein zusätzlicher Träger eingebaut werden.

Eigentlich hätte die Firma den Ofen schon vor ein paar Wochen liefern können, doch das ging nicht, weil die Bürgermeister-Gierisch-Straße zu dieser Zeit noch eine Baustellen war. Inzwischen sind die Kanal- und Asphaltierungsarbeiten fast abgeschlossen.

Zunächst sollte der Backofen mit einem Kran vom Lkw auf den Boden gehievt werden. Dann wird umdisponiert: Ein XXL-Stapler nimmt das Monstrum gleich auf die Gabel. Der Plan scheint einfach: Ofen bis auf Höhe des ersten Stocks heben, durch das Loch in der Wand schieben, fertig. Doch bis das 10 Tonnen schwere Hightechgerät endlich in der Backstube steht, vergeht ein halber Tag. Der neue Holzbackofen ist 2,70 Meter hoch, 2,10 Meter breit und 4,50 Meter lang. Forster kann es kaum erwarten, seinen neuen umweltfreundlichen Ofen in Betrieb zu nehmen. Er wird mit Pellets beheizt, braucht weniger Rohstoffe als ein normaler Holzofen und ist damit umweltfreundlich. Auch das Innenleben unterscheidet sich zur herkömmlichen Variante: "Die Flamme brennt direkt in der Backkammer", erklärt Forster. Steine im Inneren speichern die Feuchtigkeit und geben sie, je länger das Brot im Ofen ist, wieder ab. "Dann wird die Kruste schön knusprig", freut sich der Biobäcker. Bis das Wunderwerk komplett zusammengeschraubt und einsatzbereit ist, vergeht noch ein Woche, schätzt er. Dann dürfen sich die Kunden auf Holzofenbrot und rustikales Baguette freuen.
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