Oberpfälzern meckern sich von glücklichen Franken los
Partnerschaft fürs Glück

Der gebürtige Erlanger Harald Rost wohnt in Windischeschenbach und arbeitet im ganzen Freistaat von Franken bis Südbayern. Bild: Schönberger

Die Franken sind im Glücksatlas der deutschen Post auf Rang zwei hochgeklettert. Ob das an den meckernden Oberpfälzern liegt, hat Mitautor Bernd Raffelhüschen bei der Vorstellung der Studie nicht gesagt. Jahrelang warfen die Macher der Studie die Antworten aus der Region mit denen der Franken zusammen. Weil es dagegen aus dem Osten des Freistaates Proteste gab, wurde er nun Südbayern zugeschlagen.

Kabarettist Norbert Neugirg verweist auf das Gebiet Altbayerns, zu dem die Oberpfalz gehöre. Ganz anders würde seiner Meinung nach aber eine Umfrage in den fünf Kommunbrauorten verlaufen: "Dann wären wir statt Schleswig-Holstein an erster Stelle und vor den Franken."

Für den aus Erlangen stammenden Harald Rost, den es nach Windischeschenbach versprengt hat, sind die Oberpfälzer "mit Ausnahme einiger Hundertschaften um Schierling bei Regensburg nicht die Bohne mehr Südbayern als zumindest die Mittelfranken".

Sprengkraft hat aber eine andere Entdeckung des Kampfmittelexperten mit fränkischem Migrationshintergrund: "Der Glücksatlas nennt als einen Grund für die glücklichen Franken ausdrücklich den 'hohen Anteil an Personen in einer Partnerschaft'. Neigen die Franken etwa zu Polygynie, Polyandrie und Polygynandrie?"

Bei Rost war die Partnerschaft eher für die Vertreibung aus dem fränkischen Glücksparadies verantwortlich. "Um den Fränkinnen aber nicht Unrecht zu tun oder gar alle Hoffnung zu nehmen: Meine dortige Ex war eine Zugereiste." Woher? Schweigen.

Aber warum fühlt sich der Flüchtling aus dem Reich des weichen "K" und sanften "T" beim breiten "ou" und "äi" wohl? "Ich habe Franken nicht verloren, aber die Oberpfalz für mich sehr positiv dazugewonnen."

Neugirg dämpft die Euphorie der glückselig Zweitplatzierten auf seine Art: "Damit die Franken, die in Franken leben, vor lauter Glück nicht ganz abheben, holen die Altneihauser sie zum Glück einmal im Jahr vom Glück zurück." Das nächste Mal soll dies am 17. Februar in Veitshöchheim geschehen.
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