Oft brenzlige Situationen
Eltern fahren Kinder bis vor die Schultür

Jeden Morgen das Gleiche: Einparken, Kind aussteigen lassen, rückwärts wieder rausfahren. "Viel zu gefährlich", sind sich Schule, Polizei und Stadt einig. Bild: hfz

So kann es nicht weitergehen. Darüber waren sich die Mitglieder des Bauausschusses am Mittwoch einig. Rektorin Gabriele Wachter-Kauschinger hatte Alarm geschlagen. Immer mehr Eltern würden ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Tür fahren.

Mehr als eine "brenzlige Situation" habe die Schulleiterin in den vergangenen Wochen beobachten können. Ein beliebter Platz, um den Nachwuchs aussteigen zu lassen, ist direkt vor den Stufen, die hinauf zum Haupteingang führen. "Die Eltern parken rigoros im Halteverbot und blockieren die Feuerwehrzufahrt", ärgert sich Wachter-Kauschinger. Viele Kinder seien noch so klein, dass sie beim rückwärts Ausparken nicht gesehen werden können. "Die Frage ist nicht die, was passieren könnte, sondern wann es passiert."

Die Polizei nahm vor kurzem die Situation in Augenschein und kam ebenfalls zu dieser Einschätzung. Auch Elternbeiratsvorsitzende Anne Droste kann als Lotse (siehe Artikel unten) täglich beobachten, wie ein Auto nach dem anderen vor der Schule vorfährt.

"Was können wir machen, dass an dieser Stelle niemand mehr hält?", fragte Bürgermeister Karlheinz Budnik in die Runde. Der Bauausschuss spielte mehrere Szenarien durch. Im Gespräch waren eine Schranke, aber auch Absperrbaken. Die Zufahrt zum Pausenhof müsse frei bleiben, da mehrmals im Monat Hackschnitzel angeliefert werden. Außerdem würden Mitglieder der Modelleisenbahnfreunde oder Besucher von Sportstunden in der Einfachturnhalle am frühen Abend in den Hof einfahren.

Das Gremium entschloss sich, zunächst für eine mobile Absperrung, die zwar einen Großteil des Platzes blockiert, aber die Einfahrt frei lässt. "Wir probieren diese Varianten einmal aus", schlug der Bürgermeister vor. Der Ausschuss plädierte außerdem dafür, dass alle Schüler ein Schreiben mit nach Hause bekommen sollen, in dem die gefährliche Parksituation erklärt wird.

Das Gremium sowie die Schulleiterin sind der Meinung, dass es rund um das Schulgelände verschiedene Möglichkeiten gibt, Kinder gefahrlos aussteigen zu lassen, beispielsweise vor dem alten Hallenbad, auf dem Parkplatz der Mehrzweckhalle oder in der Busbucht rechts vor dem Schulgebäude.
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