Pfadfinder
"Hike" statt PC, Fernsehen und Tablet

Endlich angekommen - zumindest im zweiten Zwischenziel. Die Jugendlichen machten am Dorfplatz in Wildenreuth Mittagspause und stärkten sich mit einer Brotzeit für die weitere Wanderung. Immerhin lagen noch gut 10 Kilometer vor den ihnen. Bild: ab

Einen etwas anderen Zeitvertreib hatten zwölf Jungpfadfinder aus den Stämmen Neuhaus, Windischeschenbach und Weiden. Sie machten sich mit ihren Gruppenleitern auf den Weg zu einer Zwei-Tages-Wanderung - ohne Google Maps. Organisiert hatte das der Burgenbezirk der Pfadfinder. Der Weg führte 18 Teilnehmer von Windischeschenbach nach Hessenreuth. Einzige Hilfsmittel, um den richtigen Pfad zu finden, waren Landkarten und Kompass.

Fast ohne Hilfe


Die Jungpfadfinder im Alter zwischen 12 und 15 Jahren hatten die Aufgabe, die Route zum Endziel eigenständig zu finden. Die Strecke führte über vier Zwischenziele: Die Anhöhe zwischen Nottersdorf und Bach, der Dorfbrunnen in Wildenreuth, die Ortschaft Glashütte und schließlich eine kleine Wanderhütte mitten im Hessenreuther Forst.

Unterstützt wurden die Grüpplinge von ihren Leitern nur dann, wenn sie tatsächlich nicht mehr weiter wussten. Hilfe brauchten die Jugendlichen fast nicht, obwohl das Ziel bis zum Ende unbekannt blieb. Besonders die letzte Etappe war eine Herausforderung, da der Weg durch naturbelassenes Gelände führte. Alle Pfadfinder kamen geschafft, aber glücklich auf der Selbstversorgerhütte am Hessenreuther Berg an. Für die Mühen und Anstrengungen des ersten Tages wurden die Jugendlichen nach etwa 20 Kilometern mit Grillen entlohnt. Am Abend gab es am Lagerfeuer mit Spielen und guter Laune ausklingen.

Am nächsten Tag begann die Rückwanderung gegen Mittag. Der Weg führte über den Hessenreuther Berg auf idyllischen Wanderwege nach Erbendorf. Nach der letzten, circa sieben Kilometer langen Etappe, war das Endziel des "Hikes" am Nachmittag erreicht: die Erbendorfer Eisdiele. Nach der kühlen Erfrischung legten die Pfadfinder den Rest der Strecke nach Windischeschenbach, Neuhaus und Weiden mit dem Bus zurück.

"Erst mal ins Bett"


"Und jetzt erst mal ab unter die Dusche, oder?", mutmaßte eine Leiterin der Neuhauser Pfadfinder. "Nein - erst mal ab ins Bett", war die Antwort eines Jungpfadfinders, dem alle anderen bereitwillig beistimmten. Die Teilnehmer mussten zwar viel Durchhaltevermögen zeigen, doch ihre Resonanz war positiv: "Nächstes Jahr wünsche ich mir nichts anders."
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