Pfadfinder schließen Jubiläumsjahr ab
Lieder gehen unter die Haut

Anfang März waren die Pfadfinder Windischeschenbach mit einem Gottesdienst in ihr Jubiläumsjahr gestartet. Jetzt schloss sich der Kreis mit einem Abschlussabend, der ebenfalls mit einem Gottesdienst in der voll besetzten Pfarrkirche St. Emmeram begann.

Pfarrvikar Edwin Ozioko zelebrierte die Eucharistiefeier zusammen mit dem Ruhestandsgeistlichen Franz Reich. Die Pfadfinderband begleitete die Messe. Pfarrer Ozioko würdigte die Arbeit der Organisation als wichtig für die Pfarrei und als Dienst in der Nachfolge Jesu. Für Gänsehaut-Feeling sorgte das sehr emotional vorgetragene Lied "Auf Uns" von Andreas Bourani, bei dem verschiedene Bandmitglieder gesangliche Solo-Parts übernahmen. Im Song geht es um wahre Freundschaft.

50 Jahre Freundschaft


Stammesvorsitzende Amelie Hecht und Wölflings-Gruppenleiterin Miriam Sperber stellten Zeile für Zeile den Bezug zu den Pfadfindern her. "Wer friert uns diesen Moment ein": Im Jubiläumsjahr gab es tolle Momente, die in Erinnerung gerufen wurden. "Hier geht jeder für jeden durchs Feuer, im Regen stehen wir niemals allein": Bei den Pfadfindern entstanden in 50 Jahren Freundschaften, man könne immer auf den anderen zählen. "Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben", das Gott den Menschen geschenkt hat. "Ein Leben lang ohne Reue, vom ersten Schritt bis ins Grab": Pfadfinder sei man ein Leben lang aus Überzeugung. An dieser Stelle erinnerte man sich an viele schöne Momente mit dem verstorbenen Kuraten Helmut Nürnberger, der - wie man sicher war - stolz auf seinen Verein wäre. "Ein Hoch auf das, was uns vereint, auf diese Zeit", heißt es am Ende des Liedes, mit dem sich die Pfadfinder identifizieren.

Als Freunde zusammengewachsen, blicke man positiv und engagiert in die Zukunft. Bei den Fürbitten wurde jeweils ein Knoten in ein Seil gemacht, da ein solcher auch im Taschentuch hilft, sich zu erinnern. Im musikalischen Repertoire der Pfadi-Band darf mittlerweile "Oh when the Saints" keinesfalls mehr fehlen, das die Band mitreißend zu interpretieren weiß. Aber auch "Leaving on a Jetplane" von John Denver könnte zu einem gefragten Dauerbrenner werden.

Stammesvorsitzender Florian Sperber sprach das Pfadfindergebet. Pfarrer Ozioko dankte am Schluss für die Spuren, die die Pfadfinder hinterlassen und wünschte ihnen weiterhin, einander zu unterstützen und der Gesellschaft zu dienen. Die Lieder im Gottesdienst bezeichnete er als Balsam für die Seele.

Vor dem Pfadfinderlied "Nehmt Abschied Brüder", das auf der ganzen Welt gesungen wird, stellten die Pfadfinderinnen Anna und Hannah die Anfangszeilen in verschiedenen Sprachen vor. "Should auld acquaintance" oder "Faut-il nous quitter sans espoir". Dabei fassten sich alle nach Pfadfindersitte mit vor der Brust verkreuzten Armen an den Händen. "Wir ruhen all in Gottes Hand, lebt wohl. Auf Wiederseh'n" schloss der Gottesdienst.
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