Pfarrerin Nadine Schneider spricht über das Leben von Argula von Grumbach
Frauen zur Zeit der Reformation

Über die Zeit der Reformation sprach die evangelische Pfarrerin Nadine Schneider beim KAB-Seniorennachmittag. Sie beleuchtete das Leben von Argula von Grumbach, die die Auseinandersetzungen damals aufmerksam beobachtet hatte.

Argula, Tochter des Reichsfreiherrn Bernhardin von Stauff, erhielt am Münchner Hof ihre Bildung. 1516 heiratete sie den fränkischen Reichsritter Friedrich vom Gumbach, der Pfleger in Dietfurt war. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.

Argula war eine kirchenpolitisch sehr interessierte Frau. Sie las die Schriften Luthers und trat mit Paul Speratus in Verbindung. Sie schrieb auch selbst an Luther und stand mit Georg Spalatin und Andreas Oslander, der über ihre Bibelkenntnisse erstaunt war, in Briefwechsel. Mit Schreiben, die großes Aufsehen erregten, trat sie an den Herzog und die Universität Ingolstadt heran.

Ihr Eintreten für die Reformation brachte Argula viel Leid ein. Ihr Ehemann wurde aus dem Amt entlassen, die Familie geriet in Not. Auf keinen ihrer Briefe, die sie an die Universität schickte, erhielt sie Antwort. Schließlich setzte sie ihre Hoffnung auf den 2. Nürnberger Reichstag, in dessen Verlauf sie vom Pfalzgrafen zu einem Gespräch gebeten wurde. Ihre Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht.

1530 besuchte sie Luther auf der Veste Coburg. Von ihrem späteren Lebensweg sind nur wenige Informationen erhalten. Nach dem Tod ihres Mannes, heiratete sie 1533 den Grafen Schick zu Passau, der ebenfalls bald darauf starb.
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