"Schrägschrauben" heizen Männern ein
Schräge Show

Die "Schrägschrauben": sexy Hüftbewegungen von Monika Helmstreit im hellblauen Strickzweiteiler (Zweite von rechts) und Regina Diegel in beigem Mantel mit rotem Wollhut. Zwei mutige Männer wagten sich auch auf die Bühne. Bild: gge

Die Männer mussten sich beim Auftritt der beiden "Schrägschrauben" Monika Helmstreit und Regina Diegel anschnallen. Was ihnen verbal um die Ohren flog, war nicht immer nett.

Neuhaus. Zu einem Schnaps riet die Präsidentin vom Rotary Club Weiden - Max Reger, Martina Leithenmayr, den Männern im Publikum. Es könnte "ans Eingemachte" gehen, wenn die Künstlerinnen ihr Programm "Ein Mann muss schön sein - klug sind wir selber" zum Besten geben. Doch die Herren zeigten Mut und Humor, als von der Bühne herab ihre Unarten breitgetreten wurden.

Dass sie nie das Klopapier nachfüllen, Socken unter dem Sofa liegen lassen oder keine Kritik vertragen, die guten Ideen dafür aber grundsätzlich für sich reklamieren, mussten die Herren der Schöpfung über sich ergehen lassen. Und dabei waren zwei Männer mit auf der Bühne: Bernhard Helmstreit am Bass und Christian Denz an der Gitarre. Lustige Wortspiele und Erzählungen im rheinischen Dialekt über "die Blagen", damit waren die Enkelkinder gemeint, trafen sofort ins Schwarze. Herrlich schrullig, Regina Diegel in beigem Mantel mit rotem Wollhut, Monika Helmstreit im hellblauen Strickzweiteiler und mit Handtasche "bewaffnet", quatschten die Frauen über alltäglichen Unsinn. So etwa die Verblödung der Jugend durch Smartphones, samt Erinnerungen an "früher, oder nachmittägliche Fernsehsendungen mit seichtem Inhalt.

Ein Geburtstagsgedicht für Onkel Eberhard musste her. Mit Hilfe aus dem Publikum fanden sie Sätze, die sich zumindest reimten. Mangels Geschenk wollten Diegel und Helmstreit für ihn tanzen: Bauchtanz, mit Hüfttuch und "Schimmi", einem lasziven Hüft- und Schulterzucken. Was Onkel Eberhard wohl dazu sagen würde?

Szenenwechsel: Diegel in Schwarz. Sie kommt von der Beerdigung, wo es viel zu essen gab und einiges übrig blieb. Damit nichts verkommt, hatte sie sich pietätvoll eine Tupperdose schwarz beklebt, mit Kreuz im Deckel, um die Reste einzupacken. Das Publikum lachte Tränen. Später unterhielten sich die "Schrägschrauben" über eine Dessous-Party. Die schwarze Reizwäsche an Monikas Körper hatte ihren "Friedhelm" nur erschreckt fragen lassen: "Is was mit Omma?" Zwei mutige Herren aus dem Publikum tanzen auf der Bühne mit zu "Sugar Baby love", "Er gehört zu mir" und "Aber bitte mit Sahne", während die übrigen Zuschauer begeistert mitsangen und klatschten. Ganz klar, dass das aufgewühlte Publikum Zugaben verlangte und auch bekam.
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