Sportliches Prinzenpaar bei der Narhalla Windischeschenbach
Triathlet trifft Tänzerin

Gestatten: Prinzessin Sonja I. und Prinz Tobias I. Die 29-jährige medizinische Fachangestellte und der 21-jährige Bankkaufmann schwingen in der fünften Jahreszeit für die Narrhalla Windischeschenbach das Zepter. Bild: mic
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Windischeschenbach
07.11.2016
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Beim Sport weiß Tobias Winklhofer, was Ausdauer bedeutet. Mit Fasching hatte er bislang nicht viel am Hut. Sonja Löw steckt lange Nächte locker weg. Zwölf Jahre tanzt sie bereits in der Garde. Das neue Windischeschenbacher Prinzenpaar könnte nicht unterschiedlicher sein.

Für die 29-jährige Sonja erfüllt sich ein Traum. "Ich wollte schon immer Prinzessin werden", erzählt sie. Doch irgendwie habe sich das nicht ergeben. Die Erfahrung als Gardemädchen sammelte sie nicht in Windischeschenbach, sondern in Neustadt. Auch die sechsjährige Tochter Mayline will tanzen. "Doch dann habe ich das Probetraining in Neustadt verschwitzt", gibt Sonja zu. "Und wir sind nach Windischeschenbach gefahren." Dem Töchterchen gefällt's in der Kindergarde, auch die Mutter knüpft Kontakte. "Als mich Narrhalla-Geschäftsführerin Silke Friedrich im August gefragt hat, ob ich Prinzessin werden will, habe ich sofort zugesagt." Eigentlich wollte Sonja ihren Prinzen gleich mitbringen. "Doch dann ist alles anders gekommen, als geplant", seufzt sie.

Dieses Problem wirft die Verantwortlichen der Faschingsgesellschaft nicht aus der Bahn. Die Trainerin der Kindergarde, die Wurzeln in Wildenreuth hat, denkt schon an einen ganz bestimmten jungen Mann. "Zuerst habe ich Nein gesagt", erinnert sich Tobias (21) an die Anfrage. Schließlich lässt er sich doch breitschlagen. "Für mich ist das ein Sprung ins kalte Wasser", sagt er. "Ich war mal auf Umzügen, aber sonst war mir der Fasching immer egal."

Was ihn erwartet, weiß der gelernte Bankkaufmann, der in einem Geldinstitut in Burglengenfeld arbeitet, nicht. Prinzessin Sonja winkt ab: "So wild ist das gar nicht. Termine sind ja nur an den Wochenenden im Januar und im Februar." Lediglich das Prinzenpaartreffen sei an einem Donnerstag. "Und zum Endspurt kann man sich ja freinehmen", beruhigt die langjährige Gardetänzerin. Der künftige Prinz betreibt in seiner Freizeit ein zeitintensives Hobby. Im Sommer trainiert der Triathlet 10 bis 12 Stunden die Woche. "Im Winter sind es nur 6 bis 7 Stunden", erzählt Tobias. "Ich habe mir jetzt eine Rolle gekauft, da kann ich die Radeinheiten auch zu Hause machen."

Auch Sonja macht Sport, allerdings nicht ganz so zielorientiert wie Tobias. Die medizinische Fachangestellte, die in der Praxis des Allgemeinmediziners Klaus Schmitt arbeitet, joggt gelegentlich und geht ins Fitnessstudio. "Ansonsten bin ich mit Freunden unterwegs und reise gerne." Dass aus den beiden privat ein Paar wird, ist unwahrscheinlich. "Ich habe eine Freundin", erklärt Tobias. Auch für Sonja ist das kein Thema: "Ich bin schließlich acht Jahre älter", wehrt sie ab.

Nicht in Rosa


Das Motto der Faschings bleibt bis zum Inthronisationsball Anfang Januar immer ein großes Geheimnis. "Wir dürfen nichts verraten", bedauert Sonja. Auch über die Farben ihrer Kleidung kann sie nichts sagen. "Das wäre zu offensichtlich." Tobias dagegen weiß nur wenig über das Kostüm, das er tragen wird. Eine Tatsache beruhigt ihn jedoch ungemein: "Ich muss nichts in Rosa anziehen."

Für mich ist das ein Sprung ins kalte Wasser.Tobias Winklhofer
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