Stilvoll mit Jagdhornbläsern
Hubertusmesse in Johannisthal

Das Jagdhornbläsercorps Windischeschenbach unter Leitung von Otto Uhl beeindruckte mit der Hubertusmesse von Reinhold Stief in Es-Dur. Bild: wrt

Der 3. November ist der Gedenktag des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger. Die Legende erzählt, dass Hubertus allerlei Vergnügungen nachging, bis ihm bei der Jagd einmal ein Hirsch begegnete. Als er ihn töte wollte, sah er ein strahlendes Kreuz zwischen dessen Geweihstangen. Diese Begegnung veränderte sein Leben, er wurde bekehrt.

Welcher Ort wäre geeigneter für die Feier der heiligen Messe als der Wald um die Marienkapelle im Johannisthal? Seit jeher wird der Gottesdienst musikalisch stilgerecht mit Jagdhörnern gestaltet.

Direktor Manfred Strigl zelebrierte die Eucharistie am Altar vor der Waldkapelle. In der Predigt stellte er die Frage, was die Geschichte des Heiligen den Menschen zu sagen habe. Anhand von Hubertus' Lebensgeschichte ging Strigl auf "Überraschungen" ein: In der heutigen Zeit werde es zunehmend schwieriger, jemanden zu überraschen. Er führte aus, dass Gott überraschend erfahren werden kann, was den Menschen froh und glücklich mache. Diese Überraschungen können auf verschiedene Art und Weise erfolgen: beim Kreuz im Geweih des Hirschen wie in der Hubertus-Geschichte, als innere Stimme oder einfach, wenn man spüre, "er ist da". "Lass dich überraschen" und "sei überraschend" appellierte der Priester an die Gläubigen.

Er ging dabei auch auf die Spuren des ökologischen Fußabdrucks ein, den der Mensch hinterlässt. Wenn man seinen Lebensstil in bestimmten Bereichen verändere, könne man gegensteuern und wiederum überraschende Ergebnisse erzielen. "Sa ja zu den Überraschungen" war das Fazit der Predigt. Das Jagdhornbläsercorps Windischeschenbach mit Hornmeisterin Sabine Schremmer unter Leitung von Otto Uhl intonierte die Hubertusmesse von Reinhold Stief in Es-Dur. Gespielt wird auf Parforcehörnern, die unterschiedlichen Töne werden ausschließlich mit Hilfe der Lippen erzeugt, erklärte Uhl. Damit die Stücke so gut klingen wie im Johannisthal, muss natürlich auch regelmäßig geprobt werden: Einmal pro Woche treffen sich die Jagdhornbläser in Bernstein zum Üben.
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