Tag der Kommunbrauer - Internationale Gäste
Zoiglpilger ziehen nach Neuhaus

Vermischtes
Windischeschenbach
03.10.2016
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„Die Hölle. Neihaus brennt, aber wir sind da zum Löschen“, beschreibt Maximilian Meier die Stimmung beim Kommunbrautag in Neuhaus. Sein Löschtrupp besteht aus rund 30 Mann vom Frühschoppenverein Falkenberg, die im Bus angereist sind.

Bei ihrer zweiten Station auf der Tour durch die sieben Zoiglstuben ist die Gruppe in ihren blauen Vereinsshirts beim „Käck’n“ gestrandet. „Super, super Feeling. Dass ist wunderbar“, schwärmt Vorsitzender Johannes Franz, nachdem er gerade bei „DJ EddiE“ mit Erfolg seinen Wunschtitel „Dem Land Tirol die Treue“ beantragt hatte.

Die meisten seiner Vereinsmitglieder haben für den nächsten Tag Urlaub genommen, um den Tag in vollen Zügen genießen zu können. Ein paar Häuser weiter, beim „Teicher“ hat die Bedienung gerade einen Teller Obatzt’n mit Brezen auf die Bierbank gestellt. „You break a piece of the Breze an take some cheese“, erklärt Bastian seinem Neffen Jeremy aus New Hampshire, der noch etwas verwundert auf die beiden Bällchen mit dem Biergartenkäse guckt.

Weiteste Anreise aus Italien


Für noch mehr Internationalität sorgt eine Gruppe aus Italien. 42 Mitarbeiter und Gäste der Kneipe „The Drunken Duck“ in Quinto Vicentino, 50 Kilometer vor Venedig, sind extra wegen des Kommunbrautags nach Neuhaus gereist. „Für uns ist das sehr wichtig. Das hier ist etwas, das man gemacht haben muss“, erklärt Gabriele auf Englisch. „Die Kultur dieses Bieres und die Geschichte der Familien, die es brauen, das ist etwas Besonderes. Deswegen sind wir hergekommen“, erklären Gabriele und Vanni, der die Fahrt organisiert hat. Gegen 11 Uhr blieben am Kriegerdenkmal noch einige Parkplätze frei. Auch in den Höfen der Zoiglstuben standen allenfalls ein paar Raucher. Graue Regenwolken hatten wohl doch einige Besucher abgeschreckt.

In den Stuben wurden freie Plätze dagegen schon kurz nach der Eröffnung um 10 Uhr Mangelware. „Ganze Pilgerscharen sind zu Fuß aus Richtung Weiden und Neustadt gekommen – wie bei Santiago de Compostela“, meint Schafferhof-Wirt Reinhard Fütterer. „Schon gestern Abend wollten die Leute wieder für nächstes Jahr buchen. Da macht das Arbeiten wahnsinnig Spaß“, freute sich Alexandra Bäumler vom Gasthof „Zum Waldnaabtal“.
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