Über 3500 Euro für Frostschutz und andere Maßnahmen verbaut
Jagdgenossenschaft auf einem guten Weg

Die Jagdgenossenschaft Windischeschenbach hat kräftig in den Wegebau investiert. Allein 600 Tonnen Frostschutzmittel liegen nun auf den Feldwegen. Die Stadt verrechnete ihren Zuschuss mit dem Einsatz des Radladers. Jagdpächter Alfons Franz stellte den Schlepper zur Verfügung. Auch das Räumschild der Genossenschaft kam zum Einsatz, informierte Jagdvorsteher Josef Bauer in der Jagdversammlung in der Brauereigaststätte Würth.

Am Ende musste die Genossenschaft 3593,29 Euro bei Gesamtkosten von 4323,27 Euro zahlen. "Trotz kostenlosen Materials ist das eine hohe Summe, die nicht alle Jahre machbar ist", stellte Bauer fest. Immer teurer werdende Materialkosten und ständig steigende Kosten sowie im Gegensatz dazu immer kleiner werdende jagdbare Flächen mit gleichbleibender Pacht je Hektar könnten dazu führen, dass die Stadt die Materialkosten für die Instandhaltung ihrer Wege komplett übernehmen müsse. "Die Jagdgenossenschaft wird dann nur noch Arbeitsleistung und Maschineneinsatz stellen können."

In Grenzen hielten sich die Schäden durch Wildschweine. Mehrere kleine Schäden wurden vom Jagdpächter zusammen mit den Geschädigten behoben. Bauer forderte die Jagdgenossen auf, ihm größere Schäden umgehend zu melden. Er leitet sie an die Stadt und die Untere Jagdbehörde weiter.

Das neue forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung habe ergeben, dass für die gesamte Hegegemeinschaft Neustadt der Verbiss zu hoch sei, sagte Bauer. Ergebnis einer Begehung, an der auch der Hegeringleiter teilnahm, war, dass der Abschuss von mindestens 75 Rehen in drei Jahren erforderlich wäre.

Jagdpächter Franz nannte das Wildschweinproblem schwierig. Treibjagden seien aufgrund der kleinen Waldungen nicht möglich. "Obwohl die schwachen Winter einen frei gedeckten Tisch bieten, sind die Schäden einigermaßen tragbar." Zweiter Bürgermeister Erich Sperber dankte der Jagdgenossenschaft für die Hilfe vor allem beim Wegebau. "Wir sind auf einem guten Weg, und dafür gilt es Dank zu sagen."
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