Uli Grötsch hilft im Kinderheim
Eine Lobby für den Nachwuchs

Pia und Waldemar, beide 11 Jahre alt, freuten sich ebenso wie Hannelore Haberzeth über den Besuch von Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch. Bild: mic

Mit Mathematik der 5. und 6. Klasse musste sich Uli Grötsch am Donnerstag beschäftigten - mit multiplizieren und addieren. Der Bundestagsabgeordnete der SPD nahm sich bei seinem Besuch im Kinderheim St. Elisabeth richtig viel Zeit, um mit Pia (11) und Waldemar (11) Hausaufgabe zu machen. Leiterin Hannelore Haberzeth freute sich über das Interesse.

Grötsch war nicht zum ersten Mal in der Windischeschenbacher Einrichtung. Bereits vor zwei Jahren hatten er sich an der Aktion "Rollentausch" beteiligt. Damals verbrachte er zusammen mit den Kindern der Gruppe "Villa Kinderbunt" einen Spielenachmittag.

Ein Jahr später durften die Mädchen und Buben den Abgeordneten in Berlin besuchen. Grötsch möchte auch weiterhin Kontakt halten. "Ich will wissen, was sich getan hat", sagte er. Der MdB interessierte sich auch für die Unterbringung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. "Wie werden die betreut? Gibt es Probleme?"

Diese Fragen beantwortete Haberzeth gerne. "Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht", berichtete sie. "Sie leben zusammen mit deutschen Jugendlichen in den Wohngruppen." Viele würde die Gruppe "als ihre Familie" bezeichnen.

Grötsch betonte, wie wichtig Kinder und Jugendliche seien. "Sie sind unsere Zukunft und ein Teil unserer Gesellschaft. Wir müssen uns kümmern, damit auch sie den Weg ins Leben finden." Das Thema "Kinder" sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zumal die Kosten für die Kinder- und Jugendhilfe ganz unabhängig von der Flüchtlingskrise explodieren würden.

"Dieser Bereich braucht eine größere Lobby", bekräftigte der Abgeordnete. Deshalb werde er auch künftig regelmäßig ins Kinderheim kommen, um sich mit Hannelore Haberzeth auszutauschen und nachzufragen, was das Kinderheim benötige. Die Leiterin nutzte dieses Angebot, um auf die Reittherapie hinzuweisen. "Um diese finanzieren zu können, sind wir immer auf der Suche nach Sponsoren."
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