Verdi-Senioren besichtigen „Grenzgeschichten“ in Waidhaus
Neidisch auf den Bocklradweg

Die Ausstellung "Grenzgeschichten" in Waidhaus gehört zum Beiprogramm der 700-Jahr-Feier für Kaiser Karl IV. Die Verdi-Senioren radelten kürzlich von Neustadt nach Waidhaus, um die Ausstellung zu besichtigen.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger empfing die Gruppe und informierte über die Geschichte des Marktes. Blühte im Mittelalter der Handel, so hatte Waidhaus beträchtlich unter den Folgen des zweiten Weltkrieges zu leiden. Von Goldener Straße konnte keine Rede mehr sein. Der Eiserne Vorhang verhinderte und erschwerte die Begegnung der Menschen und beeinflusste auch stark den Handel.

Bis zum Bau des Eisernen Vorhangs blühte der Schmuggel. Der Bau der Befestigungen verhinderte den "kleinen Grenzverkehr". Das änderte sich am 23. Dezember 1989. An diesem Tag durchschnitten die Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Jirí Dienstbier nicht nur symbolisch den Zaun. Mit dieser Ausstellung, für die besonders der Heimatliche Arbeitskreis Waidhaus verantwortlich zeichnet, wird an diese Zeit erinnert.

Die Radler konnten den Bocklradweg nicht nur genießen, sondern waren auch auf den hervorragenden Zustand neidisch. Investitionen, wie sie der Landkreis mit Hilfe der EU hier verwirklicht hat, würden sie sich auch für eine Anbindung von Windischeschenbach an den Bocklradweg, die Radwege im Westen des Landkreises und auch in den Nachbarlandkreis Tirschenreuth wünschen.

"Betrachtet man unter diesen Gesichtspunkten den Radwegebau im Landkreis, so klafft hier eine gewaltige Lücke", bedauerte Seniorensprecher Manfred Haberzeth. Erst im Juni gestaltete die Concordia wieder die in ganz Bayern bekannte Panoramatour. Verbindungen für Radfahrer in die angrenzenden Städte und Landkreise wären auch für diese Arbeit eine Anerkennung.
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