Verstorben
Trauer um Pfarrer Albert Kolber

Pfarrer Albert Kolber. Bild: hfz
Vermischtes
Windischeschenbach
12.07.2016
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Neuhaus. Immer ein fröhliches "Holdrio" auf den Lippen, auf dem Kopf die farbenfrohe Indio-Mütze seitlich mit bunten Quasten. Oft war er in seiner legendären, klapprigen Ente unterwegs oder spazierte mit Skistöcken und Rucksack ausgestattet durch die Gegend. Mit diesem Bild erinnern sich wohl die meisten Neuhauser an ihren früheren Pfarrer Albert Kobler .

Mit seinem nicht ganz alltäglichem Erscheinungsbild und seinen von der Missionsarbeit in Bolivien stark geprägten Sichtweisen stand er von 1987 bis 1994 der Pfarreiengemeinschaft Heilig-Geist Neuhaus und St. Matthäus Wurz vor. Zusammen mit seiner Schwester Theresa, die ihm den Haushalt führte, kümmerte er sich mit viel Engagement und teilweise sehr unkonventionellen Methoden um die Anliegen der Gläubigen in den beiden Pfarreien. Nun erlag der beliebte Geistliche mit fast 86 Jahren in Garmisch-Partenkirchen den Folgen einer fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung.

Eine Delegation aus Neuhaus gab ihm zusammen mit zahlreichen weiteren Trauergästen am vergangenen Freitag das letzte Geleit. "Es war sehr würdevoll und seinem Lebenswerk angemessen", berichtete Mesner Ferdinand Schönberger. Insgesamt zelebrierten 15 Priester die zweieinhalbstündige Trauerfeier, darunter sogar zwei Bischöfe aus Bolivien und Südafrika. Sie würdigten Koblers großes Engagement, der sein Leben der Mission verschrieben hatte.

Den Einkauf im Eine-Welt-Laden machte er in den von ihm betreuten Pfarreien salonfähig, indem er mit gutem Beispiel voran ging. Mit ebenso viel Herzblut setzte sich Kobler für die Ökumene ein. Daher hatte er sich für seinen Lebensabend das Pflegeheim eines evangelischen Trägers ausgesucht.
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