Windischeschenbacher Narrhalla stürmt Rathaus
Polonaise durch den Sitzungssaal

Das neue Prinzenpaar Sonja I. und Tobias I. (links) übernimmt die Regentschaft von Denise I. und Daniel I. (rechts), die im vergangenen Fasching das Zepter führten. Zweiter Bürgermeister Erich Sperber (Mitte) wünschte ihnen und der Narrhalla-Präsidentin Anita Nonnenmacher eine erfolgreiche Saison. Bilder: mic (2)
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Windischeschenbach
13.11.2016
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Die Stühle reichen längst nicht aus. Viele der Gardemädchen quetschen sich zu zweit auf eine Sitzgelegenheit. Wenn die Narrhalla das Rathaus stürmt, verwandelt sich der Sitzungssaal in eine Partymeile. Zweiter Bürgermeister Erich Sperber muss sogar die Polonaise mitmachen.

Über 100 Menschen drängten sich am Freitagabend in dem Saal. Nicht nur die Aktiven waren mit dabei, sondern auch Eltern der kleinen Gardemädchen. Dort, wo sonst die CSU-Fraktion ihre Plätze hat, saßen die Elferräte. Zweiter Bürgermeister Sperber bekam an der Stirnseite des Ratstisches charmante Gesellschaft von Präsidentin Anita Nonnenmacher sowie dem alten und neuen Prinzenpaar.

Motto bleibt Geheimnis


So manch einer hatte gehofft, von der Garderobe von Sonja I. und Tobias I. auf das Motto der Saison schließen zu können, doch die neuen Hoheiten präsentieren sich erst beim Inthronisationsball im Januar in den extra für sie geschneiderten Kostümen. Im Rathaus trug die Prinzessin das kleine Schwarze, der Prinz einen dunklen Anzug. Denise I. und Daniel I. durften noch einmal in ihre edlen grauen Roben schlüpfen. In Versen nahm das scheidende Prinzenpaar Abschied und erinnerte an den vergangenen Fasching, der die Besucher auf eine Reise "vom Mars bis nach Ägypten" geführt hatte. Ein dreifaches "Narr-Halla" donnerte zur Bestätigung durch den Sitzungssaal. "Ihr habt eure Sache gutgemacht", lobte Sperber. "Es freut uns, dass die Narrhalla so aktiv ist und die Stadt so würdig repräsentiert."

Auch die neuen Hoheiten Sonja I. und Tobias I. hatten ein paar Worte vorbereitet und stellten sich ebenfalls in Versform vor. Karin Schieder, sonst für die Stadtbücherei zuständig, sauste unermüdlich umher und versorgte die vielen Gäste mit Getränken. Für die Kleinen gab's Orangensaft, für die Großen Sekt.

Elferräte schunkeln


Wenn gerade niemand redete, legte DJ Klaus Richter einen Partykracher nach dem anderen auf. Die Elferräte schunkelten zu "Schatzi, schenkt mir ein Foto", "Lass die Sonne in dein Herz" oder "Schöner fremder Mann". Doch das war dem Faschingsvolk zu wenig. Als sich eine Polonaise formierte, machten alle begeistert mit. Auch der Bürgermeister kam nicht aus.

Ehrenpräsident Heinrich Iwaschenko beobachtete wohlwollend das närrische Treiben zum Auftakt der 34. Faschingssaison der Narrhalla. 31 Jahre lang hatte er den Verein geführt und geprägt. Dass seine Arbeit Früchte getragen hat, war nicht zu übersehen. Nach einer guten Stunde mahnte Hofmarschall Dominik Neitz zum Aufbruch. Denn bevor die Faschingsgesellschaft weiter ins Pfarrheim ziehen durfte, hatte sie noch die Aufgabe, sich auf der Rathaustreppe der Öffentlichkeit zu präsentieren. Neben der Stadtkapelle, die Faschingsschlager spielte, warteten vielen Schaulustige auf der Hauptstraße.
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