„Wir sind sehr traurig“
Abschied von Helmut Nürnberger

"Helmut Nürnberger wird uns fehlen." In seiner Predigt für den Verstorbenen sprach Pfarrer Hubert Bartel bei der Beisetzung einer großen Trauergemeinde aus der Seele. Bild: ab
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Windischeschenbach
30.05.2016
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"Helmut Nürnberger wird uns fehlen." In seiner Predigt für den Verstorbenen sprach Pfarrer Hubert Bartel bei der Beisetzung einer großen Trauergemeinde aus der Seele. Bild: ab

"Mit Gottes Zusage den Aufbruch wagen. Helmut Nürnberger hat diesen Aufbruch in sich gespürt. Er hat sich eingebracht und den Menschen Gott nahe gebracht". So würdigte Domkapitular Anton Wilhelm den verstorbenen Gemeindereferenten Helmut Nürnberger.

Mit einem beeindruckenden Requiem in der Stadtpfarrkirche St. Emmeram nahm die Pfarreiengemeinschaft Windischeschenbach-Neuhaus am Samstag Abschied von Nürnberger. Das Gotteshaus war voll, als Stadtpfarrer Hubert Bartel und etliche Mitzelebranten, Fahnenträger sowie ein Großaufgebot an Ministranten in die Kirche einzogen, um für den Verstorbenen die Messe zu feiern. Dazu passten die Klänge von den "Vereinigten Kirchenchören Windischeschenbach-Neuhaus" unter Leitung von Chordirektor Helmut Wolf. Sie sangen Lieder aus der Schubertmesse. Monika Burkhard steuerte zwei Soli bei.

Immer freundlich


Bartel forderte in seiner Predigt dazu auf, darüber nachzudenken, wie der Verstorbene gewirkt hat. Dann werde erst bewusst, dass er die Pfarreiengemeinschaft 18 Jahre lang enorm geprägt hat. "Seine Tätigkeiten im Seelsorgebereich waren vielfältig, er war aufgeschlossen und stets ein verlässlicher Partner."

Trotz seines reichlichen Arbeitspensums fand Nürnberger stets Zeit für ein nettes Gespräch mit Freunden und Bekannten. Wichtig dabei war die Tasse Kaffee, für die er sich immer Zeit nahm. "Er wird uns fehlen", prophezeite Bartel. Domkapitular Wilhelm erinnerte daran, dass der Verstorbene 38 Jahre im kirchlichen Dienst stand und bereits vorher Mitarbeiter in der Pfarrei Marktleuthen war. Vor zwölf Jahren fand er in Windischeschenbach eine neue Heimat, in der er den Menschen das Wort Gottes nahe brachte. "Dafür ist auch das Bistum dankbar. Der Himmel vergelte ihm, was er getan hat", bat der Domkapitular.

Die Jahre mit Helmut Nürnberger bezeichnete Pfarrer Konrad Nesner als "Zusammenarbeit mit großer Nachhaltigkeit. Daraus ist eine Freundschaft entstanden". Dekan Thomas Jeschner nannte den Verstorbenen einen "ruhigen und besonnenen Mitarbeiter im Dekanat, auf den man sich verlassen konnte".

Dass der Gemeindereferent auch der evangelischen Gemeinde fehlen wird, betonte Pfarrerin Nadine Schneider. "Der Verstorbene hat im Vertrauen auf Gott gelebt. Nun hat er Gott gefunden." Für die politische Gemeinde nahm Bürgermeister Karlheinz Budnik Abschied. "Ein Mensch ist nicht mehr unter uns, der niemals schlechter Laune war und der uns immer hilfreich zur Seite stand. Wir sind sehr traurig."

Hilfsbereiter Zeitgenosse


Die Pfarrgemeinderatssprecher Brigitte Kreinhöfner (Neuhaus) und Winfried Hecht (Windischeschenbach) bedauerten, "einen kompetenten Ansprechpartner für alle pfarrlichen Angelegenheiten verloren zu haben. Der Verstorbene hat die Pfarrei als Familie gesehen". Worte des Dankes für die stets freundliche Zusammenarbeit übermittelte die Schulleitung.

Die kirchlichen Verbände, die Seniorengemeinschaften sowie die Jugendverbände betonten übereinstimmend: "Helmut Nürnberger war zur Stelle, wo er gebraucht wurde. Für all das Gute, das er getan hat, ein herzliches Vergelt's Gott."
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