Microsyst investiert in Zukunft
Erster Spatenstich für neues Firmengebäude im Gewerbepark Neuhaus

Harald Kilian (Mitte), Firmenchef von Microsyst, freute sich über die vielen Helfer zum Spatenstich im Gewerbepark Neuhaus. Mit zur Schaufel griffen Planer Jürgen Grüner (von links), MdB Albert Rupprecht, MdL Annette Karl, zweiter Bürgermeister Erich Sperber, Landrat Andreas Meier, MdL Tobias Reiß sowie die Geschäftsführer Elke Bannert und Manuel Raß. Bild: mic
Wirtschaft
Windischeschenbach
20.07.2016
701
0

Der Werdegang erinnert an den Traum vom Tellerwäscher: 1990 beginnt Harald Kilian bei Microsyst eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker, 2013 kauft er die Firma, und am Montag erfolgt der Spatenstich für ein neues Firmengebäude im Gewerbepark Neuhaus.

Das Unternehmen, das seit seiner Gründung 1985 in Weiden ansässig war, verlässt die Max-Reger-Stadt und verlegt seinen Firmensitz nach Windischeschenbach. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Grundstück, das direkt neben dem Atemschutzzentrum der Feuerwehr liegt, entsteht ein modernes Produktions- und Bürogebäude auf drei Ebenen und 3000 Quadratmetern. Microsyst investiert "einen mittleren siebenstelligen Betrag".

Landrat Andreas Meier freute sich riesig darüber. "Der Gewerbepark in Neuhaus war sozusagen mein Baby", erinnerte er sich stolz an seine ersten Jahre als Windischeschenbacher Bürgermeister. "Ich bin damals vier, fünf Jahre lang den Eigentümern der Grundstücke auf die Nerven gegangen, um sie davon zu überzeugen, sie zu verkaufen." Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Heute haben etliche Firmen ihren Sitz im Gewerbepark.

Ein Meilenstein


Meier sprach das Grußwort auch im Namen des Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht, der Landtagsvertreter Annette Karl und Tobias Reiß sowie von zweiten Bürgermeister Erich Sperber. "Es ist ein Meilenstein nicht nur für die Firma, sondern auch für die Stadt und den Landkreis. Wir freuen uns, wenn die regionale Wirtschaft wächst." Harald Kilian strahlte mit der Sonne um die Wette, als er die Geschichte seiner Firma erläuterte und erklärte, warum die Wahl auf Windischeschenbach gefallen ist. "Wir haben uns erst in Weiden auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück gemacht", sagte er. "Doch das erwies sich als unmöglich. Es gab nichts Passendes."

Microsyst begann 1985 in einer 5-Zimmer-Wohnung in Weiden. 1995 hatte das Unternehmen schon 20 Mitarbeiter und ein eigenes Gebäude in der Centralwerkstätte. 2002 war die Fertigungsfläche schon wieder zu klein, die Firma musste weitere Produktionsräume auf dem AW-Gelände anmieten. Harald Kilian, der Lehrling von einst, hatte zwischenzeitlich ein Studium zum Diplom-Ingenieur absolviert und war seit 2000 als Fertigungsleiter tätig. Von 2007 bis 2011 gehörte Microsyst als Tochtergesellschaft einer größeren Unternehmensgruppe, bevor Kilian 2013, inzwischen Prokurist, die Firma kaufte und Microsyst wieder zu einem inhabergeführten Unternehmen machte. "Diesen Schritt hätte ich nicht gewagt, wenn nicht das Personal so hinter mir gestanden wäre. Auf viele langjährige Mitarbeiter kann ich mich zu 100 Prozent verlassen." Wer sich mit Kilian unterhält, merkt schnell, wie stolz er auf seine Mitarbeiter ist. "Dank ihnen ist Microsyst so erfolgreich, ich wünsche mir, dass sich alle im neuen Gebäude wohlfühlen".

Freude über Fördermittel


Für den Neubau gibt es Fördermittel von der Regierung der Oberpfalz und möglicherweise auch von der EU. Das Gebäude wird alle Anforderungen des KfW55-Programms erfüllen. "Es ist somit energetisch auf dem aktuellsten Stand", verrät Kilian.

Für den Spatenstich griffen neben dem Firmenchef und den Politikern auch die beiden Geschäftsführer Elke Bannert und Manuel Raß sowie Planer Jürgen Grüner zur Schaufel.

GeschäftsbereicheMicrosyst beschäftigt zurzeit 62 Mitarbeiter. Die Firma entwickelt und fertigt modernste LED-Anzeige- und Kommissioniersysteme für die Industrie. Ein weiterer Geschäftsbereich ist die kundenspezifische Produktentwicklung. Bei den Anzeigensystemen zählt sie zu den Marktführern in Deutschland.

"Hier zeigt sich das interne Know-How. Wir entwickeln die komplette Hard- und Software unserer Produkte im Haus", erklärt Harald Kilian. (mic)
Weitere Beiträge zu den Themen: Microsyst (3)Harald Kilian (3)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.