Architekt Martin Fladt informiert auf der Bürgerversammlung über Städtebauliches ...
Die Visionen hartnäckig verfolgen

Lokales
Winklarn
18.11.2014
2
0
90 Seiten weist das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK) auf. Bei der Bürgerversammlung ließ Architekt Martin Fladt vom Büro UmbauStadt, unter dessen Federführung das SEK erstellt worden war, die einzelnen Entwicklungsschritte und das Ergebnis Revue passieren.

Dabei stellte er vorab heraus, dass erst die nächsten Jahre zeigen werden, welche Projekte umsetzbar sind. "Verlieren Sie das Visionäre aus diesem großen Ideenstrauß nicht aus den Augen, bleiben sie hartnäckig, selbst wenn Absagen erteilt werden." Der Planer bescheinigte "den richtigen Weg, um in der heutigen Zeit an Fördermittel zu kommen." Bereits die Erstellung des Konzepts ist förderfähig.

Bevölkerungsrückgang, höherer Altersdurchschnitt, eine zunehmende Anzahl von Gebäudeleerständen und die Gefahr der Verwaisung des Ortskerns. Fladt nannte nur einige Negativtendenzen, mit denen die Marktgemeinde konfrontiert ist. Das SEK bedeutet Weichenstellung für eine tragfähige Zukunftsentwicklung.

Die Einbindung der Bürger in den Arbeitsprozess der Konzepterarbeitung erfolgte von Anfang an mittels Bürgerforen, Umfragen und Lenkungsgruppe. Die Analyseergebnisse der "städtebaulichen Grobanalyse" dienten als Ausgangsmaterial. Bei der Zielsetzung charakterisierten sich folgende fünf Maßnahmenbereiche heraus: Öffentlicher Raum, Verkehr, Gebäude, funktionale Aufwertungen und interkommunal ausgerichtete Projekte. Der Experte erläuterte einige Handlungsfelder und verwies auch auf die erfolgte Priorisierung der Maßnahmen.

So wurden im Bereich "Verkehr" gleich sieben Projekte als "dringend" eingestuft, wie Sanierung Bahnhofstraße mit Seitenbereichen, Kreuzungspunkt B22/Neunburger Straße, Fußgängerüberweg oder Parkplatz Friedhof. Im Bereich Raumfunktionalität listet das SEK den Ausbau des gastronomischen Angebots, des Übernachtungsangebots, eine Initiative zum Ausbau des Angebots für seniorengerechtes Wohnen oder die Ausgestaltung des Marktplatzes für öffentliche Aktivitäten auf.

Abschließend erinnerte Martin Fladt an die vorhandenen Potenziale, beispielsweise die "schöne Kulisse des Marktplatzes". Er forderte zur Initiative auf, um junge Familien im Ort zu halten und den Wohnwert zu steigern. Mit dem SEK wurden Grundlagen geschaffen, Planungen müssen erst noch stattfinden.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.