Dank für Ära "Anni und Hartl"

Der Dank der Kirchengemeinde begleitet das Mesnerehepaar Kulzer, das von Pfarrer Eugen Wismeth (links oben), Pfarrer Franz Winklmann (rechts), Kirchenpfleger Alois Sächerl (links) und vielen weiteren kirchlichen Mitarbeitern verabschiedet wurde. Bild: bej
Lokales
Winklarn
31.01.2015
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Pfarrer kommen und gehen - der Mesner bleibt. 46 Jahre lang setzten sich Anna und Leonhard Kulzer für die Filialkirche St. Matthäus in Haag ein. Doch jetzt muss sich das Familienleben nicht mehr dem Rhythmus des Mesnerdienstes anpassen. Zum Abschied gab es viel Lob und Geschenke.

Auf nahezu ein halbes Jahrhundert Mesnerdienst können Anna und Leonhard Kulzer aus Haag zurückblicken. Da gab die Verabschiedung aus diesem Amt natürlich Grund zum Danken. Gemeinsam mit dem früheren "Dienstherrn" des Ehepaares, Pfarrer Franz Winklmann, zelebrierte Pfarrer Eugen Wismeth den Festgottesdienst, der von Franz Laubmeier an der Orgel begleitet wurde.

Berufung zum Dienst

Pfarrer Eugen Wismeth begrüßte die Gottesdienstbesucher, darunter auch einige Mesnerkollegen aus der Pfarrgemeinde. Passend gestaltete sich die Lesung über die Berufung der Jünger und deren Namensgebung. "Ich lege meine Werke in ihr Inneres und lege sie in ihr Herz", sagte Jesus zu seinen Mitstreitern. Diese Art von Berufung, vom bewussten Gefühl Gott zu dienen, bescheinigte der Geistliche auch dem Ehepaar Kulzer. Denn mit sichtlicher Freude arbeiteten sie 46 Jahre in diesem Dienst.

Für diesen "Großteil des Lebens" gebühre ihnen von ganzem Herzen Dank und Anerkennung. Kirchenpfleger Alois Sächerl blickte mit bewegten Worten auf diese "Ära" zurück, die "Anni und Hartl" gemeinsam gemeistert haben. Leonhard Kulzer übernahm 1969 den Mesnerdienst von seinem Vater, den dieser zwölf Jahre ausgeführt hatte. Ab 1970 bis 2002 wirkte das Paar unter Pfarrer Josef Preßl, im Jahre 2003 unter Pfarrer Michael Wittmann und dem damaligen Kaplan Markus Schmid.

Die nächsten zehn Jahre arbeiteten sie mit Pfarrer Franz Winklmann zusammen, eine sicher aufregende Zeit, in der das Haager Kirchlein aufwendig und liebevoll renoviert wurde. Seit 2013 wirken sie unter Pfarrer Eugen Wismeth. Hier bewahrheitet sich der bekannte Ausspruch: "Pfarrer kommen und gehen, der Mesner bleibt." Das fortgeschrittene Alter und die angeschlagene Gesundheit fordern zum Bedauern des Paares nun ihren Tribut und sie verabschieden sich aus einem Amt, das sie mit großer Freude verrichtet haben. Alois Sächerl bescheinigte stete Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und "immer einen guten Draht" zu den Ministranten und kirchlichen Mitarbeitern. "Die ganze Familie hat sich dem Rhythmus des Mesnerdienstes angepasst und dafür manches Opfer bringen müssen", beendete er seine Laudatio und überreichte ein Präsent.

Urkunde des Bischofs

Auch die Ministrantinnen Julia Kramer und Helena Streck bedankten sich für die gute Unterstützung und hatten ebenfalls ein Geschenk vorbereitet. Pfarrer Wismeth dankte nochmals für die Mitwirkung während der Renovierungsphase, er richtete seinen Dank auch an Pfarrer Winklmann, der "ein gut bestelltes Haus hinterlassen hat." Anschließend verlas er die Ehrenurkunde von Bischof Rudolf Voderholzer und überreichte an die Mesner die Ehrennadel in Gold.

Auch die Nachfolgeregelung ist gut gelöst und so begrüßte er mit Hilde Wolf, Josef Schneider und Annette Pößl die drei neuen Mesner, die "hoffentlich viele Jahre wirken werden." Zum Abschluss waren die Besucher ins Gasthaus Röhrich geladen; hier wurde der Film zur Kirchenrenovierung gezeigt.
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