Eine Künstlerin zum Anfassen

Lokales
Winklarn
22.12.2014
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In der Kunst darf der Wald noch ein Stück farbiger sein als in Wirklichkeit - und der Schatten noch ein ganzes Stück blauer. Wenn Künstlerin Katharina Dietlinger ihr Bild erklärt, gehen auch den Grundschülern die Augen auf.

(amö) Sponsoren haben dafür gesorgt, dass in der Grundschule Winklarn/Thanstein jetzt ein original "Dietlinger" hängt. Zur offiziellen Übergabe des Ölbilds auf Leinwand versammelten sich Ehrengäste und Sponsoren in der Schule, und auch die Künstlerin Katharina Dietlinger war mit von der Partie.

Bürgermeisterin Sonja Meier warf zusammen mit einer ganzen Reihe von Festgästen einen ersten Blick auf das Kunstwerk. Schulleiterin Christine Schneider, das Lehrerkollegium, der ehemalige Schulleiter Siegfried Bräuer, der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Anton Brand, die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Maria Baumer und Monika Ermer, Altbürgermeister Hans Sailer, die Sponsoren Architekt Christian Schönberger, Sonja Lang und Wunibald Zwack von der Sparkasse, Thomas Saßl, Bernhard Werner und Ludwig Höcherl von der Raiffeisenbank - sie alle feierten die Neuerung im Schulhaus.

Malkunst mit Tradition

Meier dankte den Sponsoren, die es ermöglicht hatten, ein Werk einer heimischen Künstlerin mit dem Titel "Oberpfälzer Wald" zu erwerben. Für Schulleiterin Schneider ist das eine große Bereicherung für die Schule und gleichzeitig ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Künstlerin. "Kunst in der Schule inspiriert die Schüler, Fragen zu entwickeln und die Natur ihrer Heimat mit Achtung wahrzunehmen", so die Rektorin. Der ehemalige Schulleiter Siegfried Bräuer ging in seinen Ausführungen auf die Entstehung des Kunstwerkes ein. Das Dokumentationszentrum für Hinterglasmalerei zeigt alte Malkunst, vor allem Hinterglasmalerei.

Ein Werk von Katharina Dietlinger führe so die künstlerische Tradition der Malerei in Winklarn fort. Für die Schüler sei es besonders wichtig, eine Malerin selber kennen zu lernen und Dietlinger sei wirklich eine Künstlerin zum Anfassen.

Die Malerin selbst beschrieb schließlich die Entstehung dieses Werkes. Am Anfang jeder Arbeit stehe die Auswahl eines Motivs, in diesem Fall eine Waldlandschaft. Das Bild entwickle sich dann im Malprozess. Dabei spielen die Farbe und die Textur eine große Rolle. Die Realität oder die Illusion der Gegenständlichkeit werde dabei mal mehr, mal weniger aufgelöst. Bei diesem Bild habe sie die Farbigkeit stark übersteigert, die "Verblauung" sei ziemlich übertrieben. Durch den pastosen Farbauftrag entstünden unter anderem auch Schatten. "Das Bild verändert sich je nach Sonnenstand, nicht nur wegen der veränderten Farbe des Lichtes, sondern auch wegen der veränderten Schatten", erklärte die Künstlerin.

Workshop geplant

Die Schüler waren so beeindruckt von den Ausführungen, dass sie sofort fragten: "Würden Sie auch mit uns malen?". Ohne zu zögern sagte die Malerin sofort zu und dachte dabei an einen Workshop. Umrahmt wurde die Feier musikalisch von der 4. Klasse mit Gedanken zum Wald. Ein kleiner Imbiss rundete die Feier ab.
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