Froh über "gute Wendung"

Architekt Josef Schönberger erläutert die Schäden an einem Bogenbinder aus der Kuppelkonstruktion. Rechts Pfarrer Eugen Wismeth. Bild: bej
Lokales
Winklarn
03.12.2015
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Beim Pfarrfamilienabend informierte Architekt Josef Schönberger über die im Sommer angelaufene Außensanierung der Pfarrkirche St. Andreas. Er sprach Details zur Kuppelsanierung an und betonte: "In der mittleren Oberpfalz gibt es kein vergleichbares Projekt!" Es gab aber auch eine schlechte Nachricht.

Seit Oktober 2014 hat sich einiges getan. Damals, beim ersten Pfarrfamilienabend der Pfarrei Winklarn, stand die geplante Außensanierung der Pfarrkirche St. Andreas im Fokus. Pfarrer Eugen Wismeth bezeichnete nun bei der Neuauflage den Werdegang der Sanierung "nicht nur als baulichen, sondern auch als geistigen Prozess." Sein besonderer Gruß galt dem ausführenden Architekten Josef Schönberger, Peter und Stephan Killermann von der hiesigen Zimmerei und Bürgermeisterin Sonja Meier. Schönberger informierte über die Entwicklung der Sanierung seit Beginn im Juli 2015. Da sich die behördlichen Genehmigungen in die Länge gezogen hatten, fiel der Startschuss nicht wie geplant an Ostern.

Je tiefer, desto stärker

Anhand von Bildern erklärte er den Handlungsbedarf an den Fundamenten, Mauerabschnitten und der Drainage. Die Fundamentsicherung musste als Grundsatzmaßnahme vorgenommen werden. "Hochwertige Instandsetzung" bescheinigte der Referent hier den ausführenden Fachkräften. Erst bei der Öffnung und den anschließenden Arbeiten zeigte sich teilweise das gesamte Ausmaß der Schäden. Dies war auch der Fall bei den Arbeiten am Turmhelm und an der Kuppel. An dieser Stelle dankte er der Firma Killermann, die diesen aufwendigen Part übernommen hat. Peter Killermann zeigte anhand von Bildern die großen Schäden, deren Ausmaß weiter zunahm "je tiefer wir uns nach innen und unten vorarbeiteten."

Als "sehr gute Wendung" bezeichnete Josef Schönberger die Genehmigung zum Herabheben der Kuppel, hauptsächlich mit Blick auf den Sicherheitsaspekt. Deren Sanierung sollte ursprünglich vor Ort vonstattengehen. Nun kann während der Wintermonate die denkmalgeschützte Restauration in einer Halle ausgeführt werden. "In der mittleren Oberpfalz gibt es keine vergleichbare Maßnahme" bekräftigte Schönberger zur Bedeutung dieses Projekts. Für die Außensanierung sind Kosten in Höhe von 831 000 Euro veranschlagt.

Baustelle am Heimatfest

Bezüglich der Fassade - an der jetzt zwei Lagen Grundputz angebracht sind und im Frühjahr der Oberputz folgt - zeigte er verschiedene Beispiele zur Farbgebung. Abschließend zollte er der "sehr aktiven Kirchenverwaltung" und Bauherrn Pfarrer Wismeth Respekt und bescheinigte eine sehr gute Zusammenarbeit. Nur einen Wermutstropfen hatte er für die Zuhörer. Zum großen Heimatfest an Pfingsten 2016 wird die Renovierung noch nicht abgeschlossen sein.

Im Anschluss hatten die kirchlichen Gruppierungen, wie Ministranten, Lektoren, Mesner Männerkongregation, Gelegenheit sich zu äußern und ihre Anliegen öffentlich zu machen.
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