Gasauto löst Explosion aus

Lokales
Winklarn
13.07.2015
25
0

"Es hat einen furchtbaren Schlag getan", berichtete ein Anwohner. Eine gewaltige Detonation erschütterte am Samstagmorgen das Dorf Zengeröd. Bei einer Explosion in einer Garage ist ein 53-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt worden. Offenbar hat ein gasbetriebenes Auto das Unglück verursacht.

(mp/frd) Laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz hatte sich der Mann zum Zeitpunkt der Explosion gegen 8 Uhr in der Doppelgarage eines Einfamilienhauses aufgehalten. Dem Vernehmen nach flog der Anbau urplötzlich in die Luft, als der 53-Jährige die Garage öffnete. Er wurde erheblich verletzt und erlitt großflächige Hautverbrennungen dritten Grades. Bei ihm besteht Lebensgefahr.

In Spezialklinik gebracht

Nach der Erstversorgung durch den BRK-Rettungsdienst und Notarzt Dr. Khalil Najjar (Oberviechtach) brachte ein Rettungshubschrauber den Schwerstverletzungen ins Klinikum Nürnberg-Süd, Sitz eines Zentrums für Brandverletzte. Seine 51-jährige Ehefrau sowie zwei 16 Jahre alte Kinder kamen zur ärztlichen Betreuung ins Krankenhaus Oberviechtach. Auch ein Kriseninterventionsteam war angefordert worden.

Die heftige Explosion hatte in der Garage ein Feuer ausgelöst. Als die alarmierten Feuerwehren aus Winklarn, Oberviechtach, Dieterskirchen, Muschenried, Schneeberg und Kulz am Unglücksort anrückten, stand der Anbau bereits lichterloh in Flammen. Die an dem Einfamilienhaus angebaute Garage brannte völlig aus.

Um ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern, starteten die Einsatzkräfte einen massiven Löschangriff mit Schaum. Schnell gelang es, das Feuer einzudämmen und ein Ausbreiten des Brandes abzuwenden. Das Haus der Familie ist weiterhin bewohnbar. Mit der Drehleiter der Feuerwehr Neunburg wurde der Dachbereich zusätzlich auf versteckte Glutnester kontrolliert. Kreisbrandinspektor Richard Fleck und Kreisbrandmeister Marek Engelmann koordinierten die Löscharbeiten.

Offenbar Gasexplosion

Die Ursache für die verheerende Explosion lag zunächst im Dunkeln. "Es hat niemand gesehen, wie es passiert ist", brachte es ein Polizeisprecher am Samstagvormittag zum Ausdruck. Die Polizei bestätigte aber, dass in der Garage - neben zwei Motorrädern - auch ein auf Gasbetrieb umgerüstetes Auto abgestellt war. Nach ersten Ermittlungen, zu denen auch ein Sachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes hinzugezogen worden war, kristallisierte sich heraus, dass vom Pkw ausströmendes Gas die Explosion und das anschließende Feuer mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgelöst hat. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg kündigte aber weitere Untersuchungen an. Der entstandene Schaden wurde seitens der Polizei mit circa 100 000 Euro angegeben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.