Keine Mehrheit für Ökostrom

Die Straßenbeleuchtung in der Marktgemeinde funktioniert auch in Zukunft mit Normalstrom, das wurde in der öffentlichen Sitzung beschlossen. Bild: bej
Lokales
Winklarn
29.04.2015
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Bauanträge und eine günstige kommunale Strombeschaffung waren die Hauptthemen der öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderates Winklarn. Die Feuerwehr kann sich über ein neues Gerät freuen.

Einstimmig entschied das Gremium über den Antrag von Martin Turban, der im Baugebiet Hopfenfelder ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage errichten möchte. Dabei wurde das Einvernehmen zur isolierten Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der Baugrenzen erteilt. Der Bauantrag von Manfred Eibl, Muschenried über den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage wurde im Genehmigungsfreistellungsverfahren eingereicht.

Einvernehmlich war die Abstimmung über den Antrag der Feuerwehr Winklarn über die Beschaffung einer Wärmebildkamera. "Diese dient der Sicherheit der Atemschutzträger und ist deshalb eine sinnvolle Anschaffung" so Kommandant Peter Killermann, der kurz über den Einsatz dieses Gerätes informierte. Die Kosten belaufen sich auf voraussichtlich 4900 Euro, evtl. zuzüglich einer Kfz-Ladehalterung (700 Euro). Dabei ist von staatlicher Seite mit einer Förderung von 2750 Euro zu rechnen.

Verbrauch ermittelt

Über die Firma Kubus Kommunalberatung und Service GmbH ist die Strombeschaffung über die Bündelausschreibung in der Kommune bis 2016 festgelegt. Hier traten mehrere Gemeinden/Verwaltungen gemeinsam als Stromabnehmer auf, was günstige Preise zur Folge hatte. Träger der Bündelausschreibungen ist der Bayerische Gemeindetag. Bürgermeisterin Sonja Meier schlug für den Zeitraum 2017 bis 2019 ebenfalls einen Dienstleistungsvertrag mit Kubus und die erneute Teilnahme an der Bündelausschreibung vor. Auf Anfrage der Gremiumsmitglieder war der gemeindliche Verbrauch vorab ermittelt worden, dieser beläuft sich auf jährlich 270 000 Kilowattstunden für Straßenbeleuchtung und gemeindliche Liegenschaften. Die Kosten für die Ausschreibung betragen 620 Euro. Die Abstimmung über die Strombeschaffung war einstimmig, "Wir sollten ein Zeichen Richtung erneuerbare Energien setzen", so Maria Baumer bei der Diskussion um die Entscheidung über die Abnahme von Normalstrom oder Ökostrom. Allerdings haben Erfahrungen gezeigt, dass Ökostrom im Vergleich zur Beschaffung von Normalstrom Mehrkosten in Höhe von etwa sechs Prozent, bezogen auf den reinen Energiepreis mit sich bringt. Die Abstimmung erfolgte mit zehn zu drei Stimmen für Normalstrom.

Türen, Fliesen, Parkett

Bürgermeisterin Sonja Meier gab noch folgende Beschlüsse bekannt: So wurde sie ermächtigt, den Auftrag für die Malerfarbe beim Feuerwehrhaus-Neubau an den wirtschaftlichsten Bieter zu erteilen. Für die gleiche Maßnahme erhielt die Firma Killermann, Winklarn den Auftrag zur Lieferung von Parkettmaterial (4599 Euro). Der Auftrag für die Fliesenlegearbeiten ging an die Firma Fliesen Frey, Schwarzenfeld (43 714 Euro). Die Firma Zinkl, Muschenried erhielt den Auftrag für Innentüren des Neubaus (17 265 Euro). Der Planungsauftrag für die vierte Änderung des Flächennutzungsplanes (Rücknahme von Wohngebiets- und Mischgebietsflächen östlich Muschenried) wurde an den Landschaftsarchitekten Dipl.-Ing. Andreas Thammer vergeben.
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