Kommandant Helmut Streck übergibt an Josef Wutz junior - Kein Stellvertreter
18 Jahre für Wehr im Einsatz

Bürgermeisterin Sonja Meier bedankte sich bei den ausscheidenden Kommandanten Helmut Streck (links) und dessen Stellvertreter Johann Kramer (rechts), sowie bei Josef Wutz (Zweiter von links) für die Bereitschaft, das Amt des ersten Kommandanten ab Juni auszuüben. Bild: bej
Lokales
Winklarn
15.01.2015
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Nach den Neuwahlen im Feuerwehrverein begrüßte Bürgermeisterin Sonja Meier die Aktiven zur Dienstversammlung der Feuerwehr Haag und verwies auf den 31. Mai 2015. Hier endet die Dienstzeit der beiden amtierenden Kommandanten, die sich dann nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung stellen werden.

Meier sprach ein großes Dankeschön an Helmut Streck für 18 Jahre erster Kommandant und an dessen Stellvertreter Johann Kramer aus. Letzterer war von 1985 bis 1997 erster und von 2009 bis 2015 zweiter Kommandant. "Beide haben sich vorbildlich viele Jahre lang engagiert, ihnen gebührt Ehre und Dank", bekräftigte die Bürgermeisterin.

Helmut Streck nahm die Dienstversammlung zum Anlass für seine "letzte Rede" und blickte zurück auf die Höhen und Tiefen der Wehr. Auch diese wurden gemeistert und letztendlich sei die Gemeinschaft an den Herausforderungen gewachsen. Der größte Brandeinsatz in Haag war 1997, der Feuerwehrhausneubau kam 2008 zum Abschluss. Viele Feste wurden organisiert und auch die Trauerfeierlichkeiten für die verstorbene Kameraden erhielten durch die Beteiligung der Wehr einen festlichen Rahmen. Ausdrücklich dankte er allen Wegbegleitern. Josef Wutz erinnerte an die Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen in Silber, das Helmut Streck für seine langjährigen Verdienste verliehen wurde und sagte: "Stets warst du im Einsatz für die Belange unserer Wehr und unseres Ortes und hast deine persönlichen Wünsche oft hinten angestellt."

Bei den Neuwahlen wurde das Amt des 1. Kommandanten ohne Schwierigkeiten mit Josef Wutz junior besetzt. Die Wahl zum Stellvertreter gestaltete sich jedoch schwierig und blieb erfolglos. Sowohl Sonja Meier, als auch Josef Wutz appellierten eindringlich an die Anwesenden. Doch niemand erklärte sich zur Übernahme bereit.

"Leider befindet sich unsere Wehr zur Zeit in einem Tief, was auch der Verlauf der Wahlen gezeigt hat", äußerte sich ein enttäuschter Josef Wutz. Er sprach von einer sich immer mehr ausbreitenden "Egal-Haltung", was Verantwortung und Ehrgefühl betreffe. Nicht zu vergessen sei dabei auch die Vorbildfunktion für die Jugend. Die Wahl zum 2. Kommandanten wurde in der Hoffnung vertagt, einen Kandidaten zu finden.
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