Kreisgeschäftsführer sieht bei Rente aber noch Bedarf
Handschrift des VdK

Lokales
Winklarn
14.03.2015
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"Der VdK ist kein reiner Rentnerverband. Längst werden wir als unabhängiger und parteipolitisch neutraler Vertreter aller sozialen Gruppen wahrgenommen", leitete Kreisgeschäftsführer Wolfgang Hermann seinen Bericht beim Ortsverband ein.

Hermann informierte über 6214 Mitglieder im Kreisverband Schwandorf, was einem Bevölkerungsanteil von 7,3 Prozent entspricht. Leistungsverbesserungen durch das seit dem 1. Januar 2015 in Kraft getretene Pflegestärkungsgesetz schreibt der Referent auch der Hartnäckigkeit des VdK auf die Fahnen, was durch die bundesweite Kampagne "Großes Pflegereformgesetz" maßgebend unterstützt worden sei. So stiegen laut Hermann die meisten Leistungsbeträge der Pflegeversicherung um vier Prozent. Menschen in Pflegestufe null haben erstmals verbesserte Ansprüche, und der Zuschuss zu Umbaumaßnahmen für eine barrierefreie Wohnung wurde deutlich auf bis zu 4000 Euro erhöht.

In Planung sei nun die gesetzliche Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, den der Sozialverband bereits seit Jahren fordert. Hier sollen statt drei, künftig fünf Pflegegrade die Grundlage für die Feststellung der Pflegebedürftigkeit bilden. "Trotzdem müssen wir weiter am Ball bleiben", so Wolfgang Hermann. Vier Prozent Leistungssteigerung würden aufgelaufene Kaufkraftverluste bei weitem noch nicht ausgleichen. Kurz beleuchtete er auch die Situation in deutschen Pflegeheimen, die oft aus strukturellen Gründen keine flächendeckend gute Pflege ermöglichen könnten. Personalüberlastung, schlechte Arbeitsbedingungen und keine ausreichende Bezahlung seien nur einige Ansatzpunkte, die Handlungsbedarf erfordern.

Auch beim Thema Rente trage das 2014 verabschiedete Rentenpaket die deutliche Handschrift des VdK. Trotzdem sei noch hoher Nachbesserungsbedarf geboten, sei es beim Renteneintritt von Langzeitarbeitslosen oder Behinderten, bei den Abschlägen der Erwerbsminderungsrente oder hinsichtlich der hohen Zahl von Grundsicherungsempfängern. Mit den Worten "Zukunft braucht Menschlichkeit" schloss der Referent seine Ausführungen und stellte sich den Fragen der Zuhörer.
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