Lebenskräfte entfalten

Diözesanreferentin Birgitt Pfaller beschäftigte sich mit dem Thema "Lebenskraft aus dem Glauben." Bild: amö
Lokales
Winklarn
19.11.2014
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"Nur wer mit seinem Leben zufrieden ist und ein frohes Herz hat, kann auch andere Menschen froh machen und ihnen liebevoll begegnen": Diözesanreferentin Birgitt Pfaller beschäftigte sich beim Frauenbund mit dem Thema "Lebenskraft aus dem Glauben".

(amö) Vorsitzende Monika Bösl freute sich über zahlreiche Mitglieder und Gäste aus den Zweigvereinen Oberviechtach, Muschenried und Thanstein sowie Pfarrer Eugen Wismeth. An den Anfang stellte Birgitt Pfaller das Bild vom Baum und verglich damit das menschliche Leben: Wie es viele unterschiedliche Bäume gebe, so seien auch die Menschen und ihre Lebensbedingungen ganz verschieden. Wie Bäume Erde, Wasser, Licht und Luft zum Leben brauchen, so können auch Menschen nur unter bestimmten Bedingungen leben. Dazu gehöre die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, nach Freiheit und Sicherheit.

Gott habe den Menschen diese Urwünsche ins Herz gelegt. "Warum fällt es uns oft so schwer, uns am Leben zu freuen und etwas daraus zu machen?" fragte Birgitt Pfaller und hatte auch gleich einige Antworten parat: Viele Menschen seien unsicher, ob sie den Ansprüchen anderer genügen und trauen sich selbst wenig zu. "Deshalb schauen sie immer darauf, was andere über sie sagen (könnten) und richten sich mit allem, was sie tun oder sagen, nach den Mitmenschen." Andere leben mit der Ansicht "Meine Wünsche und Gefühle sind nicht wichtig!" und fragen gar nicht mehr danach, was sie bräuchten, um sich am Leben freuen zu können.

Auch wer meint "Ich darf keine Fehler machen, es muss alles perfekt laufen!", tue sich damit keinen Gefallen, sagte die Referentin. Ein weiteres Hindernis für ein Leben im inneren Frieden sei die Unversöhnlichkeit. Menschen tragen den Ärger auf andere oder auch die Enttäuschung über zerbrochene Pläne manchmal mit sich wie eine schwere Last. Wer der Botschaft des Evangeliums "Gott liebt dich - nimm diese Liebe an!" vertraut, könne vieles gelassener sehen und die eigenen Lebenskräfte entfalten. In dem Ausdruck "sich leiden können" stecke das Wort "Leid". Mich leiden können heiße, ich nehme mich an, auch wenn ich manchmal an mir selber leide, ich trage die eigenen Schwächen mit Geduld, wenn es geht sogar mit Humor, und lasse mir von ihnen nicht die Lebensfreude rauben.

Pfaller: "Wenn ich glaube, dass Gott mich geschaffen und gewollt hat, dann ist mein Leben sinnvoll und wertvoll. Dann brauche ich mich nicht ständig mit anderen Menschen zu vergleichen. Dann gestalte ich mein Leben. Es ist in den Augen Gottes besser, in guter Absicht Fehler zu machen, als gar nichts zu tun oder - um wieder im Bild des Baumes zu sprechen - es ist besser, kleine Blüten und wenige Früchte zu tragen als gar nicht zu blühen. Das Vertrauen auf Gott kann helfen sich durch Rückschläge und eigenes Versagen nicht entmutigen zu lassen." Die Bibel erzähle immer wieder, dass Gott die Schwachen aufrichtet und den Schuldigen einen neuen Anfang zeigt. "So sollten auch wir mit unseren Fehlern umgehen", sagte Birgitt Pfaller, "uns fragen: Was lerne ich daraus? Und uns neu aufmachen." Sich an den eigenen Gaben und Möglichkeiten dankbar zu freuen und gut mit sich selbst umzugehen, dazu ermutigte die Referentin die Frauen.

"Genauso wie nur der Baum Früchte tragen kann, der vorher auch geblüht hat!" Birgitt Pfaller verstand es immer wieder, ihre Aussagen mit Beispielen aus dem eigenen Leben zu belegen und so den Vortrag kurzweilig zu gestalten..
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