Metha Bösl (85) setzt sich für die Belange ihres Heimatortes Schneeberg ein
Erste Markträtin und Fahnenbraut

Jubilarin Metha Bösl (85) mit ihren vier Kindern und den Vertretern der Marktgemeinde. Bild: amö
Lokales
Winklarn
21.10.2014
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(amö) Im Kreis ihrer Familie und ihrer Freunde feierte Metha Bösl kürzlich ihren 85. Geburtstag. Die Jubilarin musste sich schon sehr früh auf ihre eigenen Füße stellen. Denn sie und ihr Zwillingsbruder Maximilian verloren bereits bei der Geburt die Mutter und bald darauf auch den Vater.

Die Verantwortung für das E-Werk trug sie schon in jungen Jahren. Nach der Heirat mit Johann Bösl aus Pondorf verbrachte sie einige Jahre in Amberg. Wieder zurück im Heimatort Schneeberg engagierte sich Metha Bösl sehr im politischen und gesellschaftlichen Leben. Sie war die erste Frau im Marktrat von Winklarn. 18 Jahre lang lagen ihr die Belange und das Allgemeinwohl der Gemeinde am Herzen. In ihrer letzten Wahlperiode war sie Dritte Bürgermeisterin und durfte als ältestes Ratsmitglied den Amtseid von Bürgermeister Hans Sailer abnehmen. Vehement setzte sie sich als Markträtin für die Erschließung des Frauensteins mit ausgebauten Waldwegen ein. Sie fand auch Sponsoren um die Schneeberger Kirchturmuhr mit einem Schlagwerk auszustatten.

Eng verbunden ist die Jubilarin seit über 60 Jahren mit der Schneeberger Feuerwehr. Bereits 1953 fungierte sie als Fahnenbraut, 1979 als Fahnenmutter und 2003 übertrug man ihr die Ehrenschirmherrschaft für das Feuerwehrfest. Als Dank für dieses Engagement wurde sie bereits vor Jahren mit der ersten Ehrenmitgliedschaft des Vereins ausgezeichnet.

Auch beim Katholischen Frauenbund Winklarn, im Garten- und Ortsverschönerungsverein Schneeberg-Pondorf, bei der Frauen-Union, dem Oberpfälzer Waldverein und der Verkehrswacht ist Metha Bösl ein treues Mitglied. So brachten zahlreiche Vorsitzende ihre Glückwünsche vor. Anwesend waren auch Pfarrer Eugen Wismeth und Bürgermeisterin Sonja Meier mit ihren beiden Stellvertreterinnen Maria Baumer und Monika Ermer. Von der Wertschätzung zeigen viele postalische und telefonische Wünsche.

Es gratulierten natürlich auch die vier Kinder, die Schwiegerkinder und die Enkel der fürsorglichen und engagierten Jubilarin. Der Ehemann ist bereits verstorben. Stephan, der älteste Sohn, ließ das Leben der Mutter mittels Powerpoint-Präsentation Revue passieren. Als Bindeglied hält sie die Familie zusammen und dafür dankten ihr alle besonders. "Im Alter gilt nur eins: Die Lachfalten pflegen", lautete der Rat von Stephan.
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