Ministranten packen den Koffer

Lokales
Winklarn
29.09.2014
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Pastoralreferent Alfred Gassner wechselt nach Schwandorf. Zwölf Jahre wirkte er in der Pfarreiengemeinschaft Winklarn-Thanstein und war hier für den Kinderbibeltage ebenso zuständig, wie für die Seniorenfahren. Bei der Verabschiedung tauchten viele Erinnerungen auf.

(amö) Ein Festgottesdienst in Konzelebration von Pfarrer Eugen Wismeth und Pfarrer i. R. Franz Winklmann ging der Verabschiedung im Pfarrsaal voraus. Schon die Lesung "Alles hat seine Zeit" führte auf die Veränderung hin. Umrahmt wurde der feierliche Dankgottesdienst vom Winklarner Kirchenchor, unter Leitung von Hans Bock.

Flotte Märsche

Im Anschluss spielte die Blaskapelle Kunschir die Festgäste mit flotten Märschen zum Pfarrsaal. Hier begrüßte Pfarrer Eugen Wismeth alle Anwesenden, besonders Pfarrer Franz Winklmann und seine Pfarrhaushälterin Anna Schmid, die beiden Bürgermeister Sonja Meier (Marktgemeinde Winklarn) und Walter Schauer (Gemeinde Thanstein) und natürlich Alfred Gaßner mit seiner Familie.

In einem kurzen Rückblick ging er auf die Zeit in der Pfarreiengemeinschaft ein. Nach der Zusammenlegung arbeitete Alfred Gaßner nur drei Monate mit Pfarrer Michael Wittmann zusammen, der mit dem Auto verunglückte. Dann folgte als Vertretung Pfarrer Markus Schmid. Zehn Jahre kümmerte sich Gassner mit Pfarrer Franz Winklmann um die Seelsorge in den Pfarreien, Exposituren und Filialkirchen. Pfarrer Wismeth dankte für die kurze Zeit der Zusammenarbeit mit ihm und ermutigte den Pastoralreferenten für sein weiteres Arbeiten in den neuen Pfarreien. Paula Deml, Leiterin des Kinderchores Mosaik, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei Wortgottesdiensten, Kreuzwegen, Maiandachten und Krippenspielen mit den Liedern "Gott sei mit dir auf deinem Weg" und "Mögen Engel dich begleiten auf dem Weg, der vor dir liegt".

Neben Grußworten brachten die beiden Bürgermeister kleine Erinnerungsgeschenke für das neue Arbeitszimmer mit, "damit er die Pfarreiengemeinschaft nicht so leicht vergisst." Der Kirchenchor Thanstein bedankte sich mit den Liedern "Gottes guter Segen" und "Mögen die Straßen uns zusammen führen, bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich in deiner Hand". In Reimform brachte Isabelle Köppl einen Rückblick über die Bibeltage für die Drei- bis Zehnjährigen. Zwei Mal im Jahr gestaltete Alfred Gaßner mit einigen Müttern unvergessene Tage zu verschiedenen Themen. Es wurde vorgelesen, gebastelt, gesungen, gegessen und "der Alfred war mitten drin". Ungefähr 100 Kinder nahmen immer mit Freude daran teil. Für das stets offene Ohr für alle Belange des Kindergartens und für die Gestaltung der Wortgottesdienste überbrachte Frau Eckl im Namen des Kindergartenteams den Dank.

"Der Abschied fällt schwer, deshalb muss auch ein schwerer Koffer her", war die Kernaussage der Ministranten. So packten sie einen Koffer mit allen möglichen Utensilien für den Neuanfang. Mit dabei war eine Uhr für die Pünktlichkeit und ein Handtuch mit der Aufschrift "Don Alfredo". Ein Regenschirm soll ihn davor bewahren, dass er nicht im Regen stehen muss, wenn das Benzin ausgeht. Auch eine gute Brotzeit soll ihn an die Minis erinnern.

"Er hat viel übernommen"

Im Namen der Kirchenverwaltungen und der Pfarrgemeinderäte sagte Erhard Köppl ein "Vergelt's Gott" für alles, das Alfred Gaßner in den zwölf Jahren geleistet hat: "Er hat viel organisiert, übernommen und auch gestaltet." Der Anfang in der Pfarreiengemeinschaft war überschattet vom plötzlichen Tod von Pfarrer Michael Wittmann kurz vor Weihnachten. Hier war Organisation gefragt. Erhard Köppl listete die zahlreichen Aufgaben auf: Fahrten nach Israel, Rom und Rumänien, Ministranten-, Senioren- und Kommunionausflüge, Schüler-, Buß- und Wortgottesdienste, Krankenkommunion, Waldweihnachten, Kinderbibeltage, Maiandachten und Kinderkrippenspiele.

Dankesworte und einen Blumenstrauß gab es für Gattin Anita, die oft mit unterstützte. Abschließend erheiterte Köppl die Anwesenden auch mit einigen Anekdoten. Für den Singkreis war es kein Abschied, sondern ein Beginn für Neues. Dem entsprechend wählten sie die Lieder aus: "Mach dich auf" und "Liebe das Leben". Das Schlusswort lag bei Alfred Gaßner. Er bedankte sich bei allen, die diese Abschiedsfeier gestaltet haben. Dank galt auch den Weggefährten, die ihn in diesen zwölf Jahren begleitet und unterstützt haben. Ein Stehempfang rundete die gelungene Verabschiedung ab.
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