Neue Wohnungen und Saal

Lokales
Winklarn
19.11.2015
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Die Sanierung des ehemaligen Thammer-Anwesens in Winklarn nimmt Fahrt auf. Der Gemeinderat billigte eine vorläufige Planung und brachte die Förderanträge auf den Weg. Allerdings gab es auch drei Gegenstimmen.

Recht umfangreich gestaltete sich der öffentliche Teil der Marktgemeinderatssitzung Winklarn, zu der Bürgermeisterin Sonja Meier auch VG-Leiter Anton Brand und Architekt Christian Schönberger begrüßte. Damit der Markt Winklarn weiterhin im Städtebauförderprogramm verbleiben kann, ist eine Meldung an die Regierung der Oberpfalz-Städtebauförderung zu veranlassen.

Mit 850 000 Euro dabei

Das Gremium einigte sich auf folgenden Bedarf: Umbau und Neunutzung des Thammer Anwesens, Bauabschnitt I/vorderer Teil mit 850 000 Euro; kommunales Fassaden-Förderprogramm mit 30 000 Euro; städtebauliche Beratungstätigkeit für Private mit 5000 Euro und Lückenschluss Gehweg in der Neunburger Straße mit 50 000 Euro. Außerdem steht auch die Neugestaltung der Bahnhofstraße bis zum Marktplatz auf dem Programm.

Einstimmigkeit herrschte ebenfalls beim Beschluss über die Anmeldung zum (IRE) EFRE Bayern-Programm 2014 bis 2020. Diesem Auswahlverfahren zur Förderung räumlicher Entwicklungsmaßnahmen wird das Projekt "Zentrum für Baukultur und Denkmalpflege mit Schulungsstandort für Denkmalpflege" im hinteren Teil des ehemaligen Thammer-Anwesens gemeldet. Die Chancen auf Förderung ständen hier gut, wurde betont.

Das Architekturbüro Schönberger ist mit der Kostenschätzung und der Entwurfsplanung zur Sanierung des ehemaligen Thammer Anwesens betraut. Anhand von vorläufigen Plänen stellte Christian Schönberger dem Gremium das Ergebnis aus einem halben Jahr Diskussion und Beratung mit verschiedenen Anlaufstellen dar, allerdings bezogen auf den vorderen Teil, Gebäude Ost und West.

Hier sollen drei bis vier Wohneinheiten Platz finden, ein Seniorentreff, öffentliche Toiletten und ein wiederhergestellter Saal zur Allgemeinnutzung. Ziel der Planung war es, das Gebäude auf den ursprünglichen Stand zu bringen, die Tragstruktur zu bereinigen, Mängel zu beheben und dabei trotzdem flexibel zu bleiben. Um Barrierefreiheit zu gewährleisten, ist zunächst ein Aufzug vorgesehen, die Zugänge sollen ebenerdig sein, die Toiletten behindertengerecht und zwischen den beiden Bauteilen soll eine Verbindung in Form einer Brücke oder Steg geschaffen werden.

Schönberger verwies auf die bestehenden Möglichkeiten, das Gebäude von hinten zu erschließen. Hier bestehen auch Zufahrtsmöglichkeiten. Die Bestimmungen des Brandschutzes wurden eingehalten, Fluchtwege und -treppen sind vorgesehen. Bei der längeren Diskussion im Gremium meldete unter anderem Andreas Thammer Bedenken an. "Ein zu wenig ausdiskutiertes Konzept" soll hier seiner Meinung nach auf den Weg gebracht werden. Dem widersprach die Bürgermeisterin und verwies auf die lange Vorlaufzeit, auch mit Beteiligung der Öffentlichkeit bei Machbarkeitsstudie und Bürgerversammlung. Auch das Städtebauliche Entwicklungskonzept, die Grundlage der Weiterentwicklung der Marktgemeinde, beinhalte die Themen Leerstand und Sanierung. "Außerdem ist dies noch kein endgültiger Plan, sondern ein flexibles Konzept, das noch sehr vieles offen lässt hinsichtlich Nutzung, Statik oder räumliche Aufteilung", bekräftigte Schönberger abschließend.

Die Planung wurde mit drei Gegenstimmen gebilligt. Nun werden die Förderanträge bei folgenden Ämtern eingereicht: Städtebauförderung - Regierung der Oberpfalz; Denkmalschutz - Bayerische Landesstiftung, Landesamt für Denkmalpflege, Bezirk Oberpfalz und Landkreis Schwandorf; Programm "Anlaufstelle für ältere Menschen" bei Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sobald die verschiedenen Förderstellen die Anträge vorliegen haben, kann konkret gerechnet werden, welche Höhe an Förderung gewährt werden kann.

Entwurf wird ausgelegt

Auf der Tagesordnung stand auch die Beratung über den Bauantrag von Hertha Turban-Schmidt aus Winklarn über den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport und Garage. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt. Gleiches galt für die 4. Änderung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan zur Rücknahme von Bauflächen östlich von Muschenried. Der Entwurf wird nun öffentlich ausgelegt.
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