Reif für den Wechsel

Noch eine Frist von einem Jahr Kriegerverein hat sich Vorsitzender Josef Wutz sen. (rechts) eingeräumt, um einen Nachfolger zu finden. Alle anderen Ämter, darunter auch das des Stellvertreters ( Helmut Streck (Sechster von rechts) konnten besetzt werden. Bürgermeisterin Sonja Meier und Kreisvorsitzender Josef Hauer (links) gratulierten. Bild: bej
Lokales
Winklarn
13.01.2015
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Nur eine "Notlösung" erbrachten die Neuwahlen der Krieger- und Soldatenkameradschaft bei der Jahreshauptversammlung. Jetzt kämpft der bisherige Vorsitzende um einen Nachfolger.

Auch nach längerer Diskussion konnte das Amt des Vorsitzenden bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Muschenried-Haag nicht besetzt werden. Deshalb erklärte sich der bisherige Amtsinhaber Josef Wutz sen. bereit, "für ein Jahr in die Bresche zu springen - allerdings nur, um die Nachfolgeregelung zu klären".

Traditionsgemäß am Dreikönigsfest findet die Generalversammlung der Kameradschaft im Gasthaus Röhrich in Haag statt. Vorsitzender Wutz wartete berichtete von der Teilnahme am Kreisschießen in Oberviechtach und dem Besuch der Kreisversammlung in Schwarzenfeld. Hinter dem Verein liege ein sehr intensives Jahr, dessen Höhepunkt die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen darstellten, so der Vorsitzende. Er ließ das Jubiläum kurz Revue passieren und dankte allen Mitgliedern, Vereinen, Helfern und sonstigen Beteiligten.

Getrübte Stimmung

"Abschließend kann von einer gelungenen Sache gesprochen werden", waren sich die Anwesenden einig. Getrübt wurde die Feststimmung laut Wutz jedoch durch Probleme mit dem Landratsamt hinsichtlich der vor dem Fest aufgestellten Werbetafel an der Ostmarkstraße. "Einerseits wird nach aktiven Vereinen gerufen, andererseits werden uns Steine in den Weg gelegt", so ein sichtlich aufgebrachter Vorsitzender, der für dieses Vorgehen kein Verständnis aufbrachte. Desweiteren wurden Festivitäten in den Nachbarorten besucht. Es gab eine Zoiglfahrt, und der Kriegerverein beteiligte sich gemeinsam mit der Feuerwehr am Ferienprogramm in Haag: Die Kinder durften unter Regie der Mitglieder "Kartoffeln klauben".

Die Kriegsgräbersammlung erbrachte in Haag 200 Euro, in Muschenried 269 Euro. "Die Beteiligung am Volkstrauertag lässt immer mehr zu wünschen übrig", kritisierte Wutz den Besuch der vom Verein mitorganisierten Veranstaltung.

Eindringlich verwies er darauf, dass in jüngerer Zeit bereits über 100 deutsche Soldaten bei Auslandseinsätzen umgekommen sind. "Das erfordert unsere Ehrerbietung, auch von Generationen, die nicht mehr unmittelbar mit den Geschehnissen der Weltkriege konfrontiert waren." Mit der Einladung zur Kirwasitzweil am 24. April in Muschenried schloss er seine Ausführungen und leitete zu den Neuwahlen über.

Wutz steht seit 1988 an der Spitze der Kameradschaft. "Die Zeit ist reif für einen Wechsel", so der Amtsinhaber. Da die Neubesetzung des Vorstandsamtes jedoch erfolglos blieb, erklärte sich Wutz bereit als "Notvorstand" für ein Jahr zu arbeiten. Kreisvorsitzender Josef Hauer gratulierte zur Wahl und gab anschließend zu bedenken: "Eine Verjüngung muss stattfinden."

Dank für Denkmalpflege

Bürgermeisterin Sonja Meier stellte die "gelebte Gemeinschaft der Vereine" in den Vordergrund. Sie dankte für die Mitgestaltung des Volkstrauertages und für die Pflege der Denkmäler. Der Verein hatte zum Jahresende einen Mitgliederstand von 83 Personen, dazu gehören auch 4 Neuzugänge.
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