Viel Geld für Kirchensanierung

Lokales
Winklarn
09.10.2015
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Mit einem Zuschuss von 41 500 Euro beteiligt sich die Marktgemeinde Winklarn an der Außenrenovierung und Instandsetzung der Pfarrkirche St. Andreas. Damit wurde dem Antrag der Kirchenstiftung zugestimmt, allerdings mit zwei Nein-Stimmen. Gleich vier Gegenstimmen gab es beim Windkraft-Beschluss.

Zu Beginn des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung stand der Bauantrag von Christian Meyer und Andrea Greiner zur Diskussion. Diese beabsichtigen den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in der Gemarkung Winklarn. Das gemeindliche Einvernehmen war einstimmig. Die veranschlagten Gesamtkosten für die derzeit laufende Außenrenovierung der Pfarrkirche in Winklarn belaufen sich auf 831 000 Euro. Die katholische Kirchenstiftung Winklarn richtete einen Antrag auf Zuschuss in Höhe von fünf Prozent an die Marktgemeinde, dies entspricht einer Summe von 41 500 Euro.

Orte gleich halten

Bei der anschließenden Diskussion wurden die Bezuschussungen von bereits abgeschlossenen kirchlichen Baumaßnahmen in der Gemeinde, zum Beispiel Filialkirche Haag, genannt. Bei diesen Projekten wurden ebenfalls fünf Prozent der Kosten gewährt, allerdings auf Raten. "Die Orte müssen gleich gehalten werden" war man sich zum Großteil im Gremium einig, außerdem solle ein Beitrag geleistet werden, um ein derart markantes Gebäude zu erhalten. Der Zuschuss wurde mit zwei Gegenstimmen beschlossen, allerdings wird die Auszahlung von der jeweiligen Haushaltslage abhängig gemacht.

Um der Windkraft "grünes Licht" zu geben, sind Zonierungen nötig. Solche in Frage kommenden Flächen müssen allerdings vorab von den zuständigen Gemeinden vorgeschlagen werden, erst dann kann ein Zonierungsgebiet erstellt werden. Seit der 10-H-Regelung (November 2014) werde die Bereitstellung solcher Flächen erschwert, wurde im Sachvortrag erwähnt. Bürgermeisterin Sonja Meier hatte folgendes ermittelt: Im Bereich der Marktgemeinde wird durch erneuerbare Energien (Photovoltaik und Biogas) um etwa 20 Prozent mehr erzeugt, als verbraucht wird. Es liege also ein Überschuss vor. Dieser Gesichtspunkt spreche ihrer Meinung nach gegen eine Zonierung.

Es wurde beschlossen, für den Bereich der Marktgemeinde keine Flächen, die in der Schutzzone des Naturparks "Oberpfälzer Wald" liegen, für die Nutzung von Windkraft vorzuschlagen. Die Abstimmung erfolgte mit acht zu vier Stimmen. Die vierte Änderung des Flächennutzungsplanes des Marktes Winklarn, zur Rücknahme von Bauflächen östlich von Muschenried, machte die Stellungnahme von verschiedenen Trägern öffentlicher Belange notwendig. Dazu gehörten unter anderem benachbarte Gemeinden, das Landratsamt Schwandorf, der Verein Naturpark Oberpfälzer Wald und das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach. Lediglich die Bayernwerk AG verweist auf die Einhaltung der Sicherheitszonen entlang ihrer Anlagen.

Wertminderung befürchtet

Aus dem Kreis der Öffentlichkeit legte ein benachbarter Bürger Widerspruch ein, da er eine Wertminderung seines Grundstücks befürchtet. Dem konnte aber nicht stattgegeben werden, da für dieses Grundstück kein Baurecht abgeleitet werden kann. Wie festgestellt wurde, lässt der Flächennutzungsplan keine baurechtsgestaltende Wirkung zu, damit sind die privatrechtlichen Ansprüche des Einwenders nicht begründbar.

Schnell abgehakt war schließlich die Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Oberviechtach zur Darstellung von Bauflächen im Baugebiet Sandradl II, nachdem die Belange des Marktes Winklarn hiervon nicht berührt werden.
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