Vom Turmhelm bis zum Sockel

Die starken Schäden an der Außenfassade der Pfarrkirche fallen sofort ins Auge. Laut Entwurf sollen neben der Putzsanierung auch die Schmuckelemente über dem Hauptportal und über dem Eingang zur Lourdes-Grotte entfernt werden. Dafür werden kleine Überdachungen angebracht und auch das Kriegerdenkmal (rechts) wird überarbeitet. Bilder: bej (2)
Lokales
Winklarn
05.11.2014
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Ostern 2015 soll die Außensanierung der Pfarrkirche St. Andreas in Winklarn starten. Rund 800 000 Euro sind für Bauabschnitt eins veranschlagt. Beim Pfarrfamilienabend gab es Informationen zu Schäden und Finanzierungslücken.

Neben den Pfarrangehörigen und den Mitgliedern der kirchlichen Gremien, begrüßte Pfarrer Eugen Wismeth auch Bürgermeisterin Sonja Meier, deren Stellvertreterin Maria Baumer und Altbürgermeister Hans Sailer im Pfarrsaal. Der Geistliche umriss kurz das abgeschlossene Projekt Kinderkrippe Winklarn, als letztes größeres Bauvorhaben. Allerdings hatte die Kirchenstiftung von den Gesamtkosten in Höhe von 509 000 Euro lediglich zehn Prozent zu tragen. Das "Gros" entfiel auf die Marktgemeinde.

Neuer Vorplatz

Anschließend ging es um die anstehende Außenrenovierung der Pfarrkirche Winklarn. "Vieles muss berücksichtigt werden, um eine Maßnahme in dieser Größenordnung stemmen zu können", sagte Architekt Josef Schönberger und führte in die seit 2010 laufende Planung ein. Die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis hierzu wurde bereits beantragt. Anschließend sprach er die einzelnen Gesichtspunkte dieser umfangreichen Renovierung an. Bei Dachentwässerung, Dach und Dachdeckung des Langhauses besteht kein wesentlicher Handlungsbedarf. Aufgrund des Fledermausvorkommens im Dachstuhl ist die Naturschutzbehörde einzuschalten.

Schäden finden sich in der Turmkonstruktion und im Turmhelm, es wird von einer notwendigen Instandsetzung des Kupferblechdaches ausgegangen. Auch beim Turmkreuz, das sich zur Seite neigt, ist eine Restauration und statisch sichere Befestigung geplant. Änderungen werden sich bei den Außentreppen in Bezug auf Treppenläufe und Stufen ergeben und auch der Vorplatz wird neu gestaltet. Da die Beeteinfassungen den eigentlich notwendigen Platz vor dem Hauptportal beanspruchen, rät der Architekt zur Entfernung. Außerdem wirkt sich das Erdreich nachteilig auf das Mauerwerk aus.

Eine flächige Anlage soll einen kleinen Vorplatz schaffen, was auch ein Verweilen vor dem Portal möglich machen soll. Außerdem erfolgt eine Fundamentsicherung. Ein großes Problem besteht in der Durchfeuchtung des Sockelbereiches, was zu aufsteigender Feuchtigkeit am Fassadenputz sowie am Innenputz der Nordwand geführt hat.

Architekt Schönberger erläuterte den Anwesenden die geplante umlaufende Drainage mit Kieskoffer. In einem außerordentlich schlechten Zustand befindet sich der Außenputz, hier werden schadhafte Stellen erneuert und Risse fachgemäß behandelt. Der Experte ging noch näher auf den Handlungsbedarf bei den Fensterbrüstungen, Gesimsen, der Turmuhr und der Beleuchtung der Portale ein. Abschließend verwies er auf die vorangegangene Vermessung und Kartierung des Gotteshauses. Im Frühjahr 2015 soll die Renovierung beginnen. Abschluss des Bauabschnittes eins ist für Juni 2016 geplant. Die weiteren Bauabschnitte, die Innensanierung der Sakristei und der Emporenaufgänge und die Freiflächengestaltung, welche als Maßnahme der Städtebauförderung gestartet werden soll, wurden ebenfalls kurz erläutert. Schönberger stellte hier Lösungsansätze mit einer Kostenschätzung von insgesamt 374 000 Euro vor. Diese Bauabschnitte sind als separate Maßnahmen geplant.

Spenden willkommen

Pfarrer Eugen Wismeth appellierte an die Gruppen und Privatpersonen der Pfarrgemeinde, das Vorhaben zu unterstützen. Denn das Vermögen der Kirchenstiftung, welches sich im Laufe der Jahre angesammelt hat, reicht nicht aus, um das Projekt vollständig zu finanzieren. Im Anschluss wurden Detailfragen beantwortet. Auch im Friedhof stehen mit Erweiterung, Wegesanierung und Ersatz der maroden Westmauer mehrere Maßnahmen an, welche Andreas Thammer erläuterte (Bericht folgt).
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