Waldbauern in der Pflicht

Schlaglöcher, zugewachsene Entwässerungsgräben, fehlendes Lichtraum- und Dachprofil und mangelhafte Oberflächenbefestigung sind Kennzeichen des momentanen Zustands vieler Waldwege. Bild: bej
Lokales
Winklarn
19.07.2015
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Die Waldwege im Bereich des Frauensteins stehen derzeit im Fokus des Marktgemeinderates. Der Bauausschuss mit Bürgermeisterin Sonja Meier absolvierte bereits einige Ortstermine und überzeugte sich vom zum Teil sehr maroden Zustand des etwa 15 Kilometer umfassenden Wegenetzes.

Das Thema stand auch im Mittelpunkt der jüngsten Marktgemeinderatssitzung. Nach kurzer Diskussion war sich das Gremium einig, die Instandsetzung der Waldwege Bruckweg, Lackenweg, Haager Weg, Frauensteinweg, Schneebergerlohweg und Unterer Schneebergerlohweg ausschreiben zu lassen.

Auf der Grundlage der Vorschriften des Bayerischen Straßen- und Wegegesetztes werden 75 Prozent der Kosten auf die betroffenen Grundstückseigentümer umgelegt. Außerdem erhalten diejenigen Besitzer, bei deren Flächen das Lichtraumprofil nicht ausreichend gepflegt ist, ein Anschreiben mit der Bitte um entsprechende Veranlassung.

Verursacherprinzip

Anvisiert wird außerdem ein Konzeptvorschlag in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Förster, wonach der dauerhafte Erhalt der Waldwege durch regelmäßige Pflegemaßnahmen gewährleistet werden kann. Angeschnitten wurde auch das "Verursacherprinzip". Entstehen Schäden durch Abtransport in den Herbst- und Wintermonaten wird zukünftig der Verursacher in die Pflicht genommen. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde das gemeindliche Einvernehmen zu allen vorliegenden Bauanträgen erteilt. Markus Stöckerl aus Muschenried beantragte den Abbruch der bestehenden Scheune auf der Flurnummer 114 der Gemarkung Muschenried und den Neubau einer Gerätehalle an der gleichen Stelle.

Auch Josef Schneider aus Haag beabsichtigt den Abbruch sowie den Wiederaufbau der Scheune auf der Flurnummer 52 der Gemarkung Haag. Ramona und Johann Kramer können den Anbau (Erweiterung Wintergarten) an das bestehende Gebäude auf der Flurnummer 66/2 der Gemarkung Haag vornehmen. Die Feuerwehr Schneeberg benötigt in absehbarer Zeit einen Ersatz für ihr Tragkraftspritzenfahrzeug, nachdem 43 Jahre im Feuerwehreinsatz entsprechende Spuren hinterlassen haben. Die Korrosionen können im gewöhnlichem Fahrzeugunterhalt nicht mehr repariert werden. Auch dieser Antrag lag dem Gremium vor und man war sich über die sinnvolle und zweckmäßige Anschaffung einig.

Bürgermeisterin Sonja Meier wurde beauftragt zunächst mit der Ortsfeuerwehr sowie der Feuerwehr-Landkreisführung einen Vorschlag für einen möglichen zeitlichen Rahmen der Anschaffung zu erstellen. Ferner wird eine Zusammenkunft der gemeindlichen Feuerwehrführungen einberufen, um ein Konzept für das gesamte Gemeindegebiet auszuarbeiten. Ausschlaggebend für den Ankauf wird dann die Haushaltslage der Kommune sein.

Bürgermeisterin Sonja Meier gab noch einige nichtöffentliche Beschlüsse bekannt. Ein vom Altbürgermeister Johann Sailer angebotener Minibagger für den gemeindlichen Bauhof wurde durch den Markt Winklarn erworben (Kaufpreis 26 775 Euro). Der Auftrag für die Außenanlagen beim Neubau des Feuerwehrhauses Winklarn entfiel an die Firma Reger Bau, Vohenstrauß (48 538 Euro). Die Firma Willi Bittner, Wernberg-Köblitz, erhielt den Zuschlag für die Pflanzarbeiten (2779 Euro). Den Auftrag für die feste Möblierung erhielt die Schreinerei Danzl aus Niedermurach (63 372 Euro).

Weiterer Container

Im Bereich der Wasserversorgung Muschenried ist der Rückbau und das Verfüllen von Erkundungsbohrungen nötig. Den Zuschlag erhielt die Firma Brunnenbau Kern (12 907 Euro). Den Auftrag für die Beseitigung des "alten Simmerlstodels" ging an die Firma Hierold aus Moosbach (7021 Euro). Die Bürgermeisterin dankte abschließend der Feuerwehr Winklarn für die Organisation der Blutspendeaktion mit immerhin 88 Spendern. Sie informierte über die Benutzung der Turnhalle durch den TT Rötz für eine Saison, nachdem deren Halle abgerissen wird.

Meier informierte, dass Geschäftsführer Manuel Lischka die LAG verlässt. Ab 1. August steht ein weiterer Container für große Kunststoffe auf dem Recyclinghof. Es folgte die nichtöffentliche Sitzung.
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