Wallfahrt des Frauenbundes mit Pfarrer Josef Most
"Auf der Wies ist er gefangen..."

Lokales
Winklarn
02.07.2015
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(amö) Ziel der diesjährigen Wallfahrt des Frauenbundes Winklarn war die "Wies" bei Moosbach, wie die Einheimischen sagen. Pfarrer Josef Most begrüßte die Wallfahrer in der Wieskirche und erklärte die Entstehung.

1746 erwarb die Bürgerstochter Elisabeth Hüttner bei einer Wallfahrt nach Steingaden eine Figur vom gegeißelten Heiland, berührte sie am Gnadenbild und brachte sie mit nach Moosbach. In einer kleinen Feldkapelle stellte sie die Heiligenfigur auf. Viele Gläubige brachten ihre Anliegen zum Heiland. Aufgrund der vielen "Mirakel" (Wunder) und der steigenden Zahl der Wallfahrer beantragte Pfarrer Schmelzer 1747 einen Kapellenneubau. Bei einem Brand 1748 verbrannten jedoch die Wunderdokumente, die im Mirakelbuch aufgeschrieben waren.

Trotzdem erhielt die Pfarrei die Genehmigung zum Bau der jetzigen Kirche, die 1752 eingeweiht wurde. Die Figur des gegeißelten Heilands hat ihren Platz in einem kleinen Gehäuse auf dem Tabernakel gefunden. Zahlreiche Votivbilder zeugen von den vielen Anliegen, die zur "Wies" gebracht wurden (darunter auch Hinterglasvotivbilder aus Winklarn) und auch heute noch gebracht werden. Eindrucksvolle Darstellungen lassen die Anliegen klar erkennen. Auch Nachbildungen von Gliedmaßen und Krücken hängen als Votivgaben in der Kirche.

Zum Abschluss der Erklärungen sang Pfarrer Josef Most noch das Lied von der Wieskirche "Auf der Wies ist er gefangen....". Der Geistliche zeigt sich verbunden zu Winklarn, da seine Schwester Walli in Haselweiher verheiratet ist.

Nach einer kurzen Andacht, gebetet vom Frauenbund, bedankte sich Monika Bösl für die aufschlussreiche und verständliche Führung durch die Kirche. Kaffeetrinken im nahen Moosbach rundete die Wallfahrt ab.
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