"Wir sind ja nicht aus Zucker"

Bei dieser Musik waren die Tänzer in ihrem Element. Ob Polka, Walzer oder Zwiefacher, die Paare auf der Tanzfläche genossen die flotten Rhythmen.
Lokales
Winklarn
03.07.2015
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Beim Aufstellen des "Kirwabaumes" zogen dunkle Wolken auf. Der Stimmung bei der Schneeberger Kirwa tat das keinen Abbruch. Zu groß war die Freude über zünftige Musik und eine ganz besondere Köstlichkeit.

Die Schneeberger Kirwa-Boum machten sich neben dem Feuerwehrgerätehaus ans Aufstellen des Kirwa-Baums. Kurz bevor der Stamm in die Erde rutschte, fing es kräftig zu regnen an, und viele Zuschauer flüchteten sich in die Festhalle der Feuerwehr, in der schon alles für einen tollen Kirchweih-Abend angerichtet war.

Nach dem Motto "Wir sind ja nicht aus Zucker" wurde der Baum trotzdem in aller Ruhe "festgepflockt" und mit der Jahrestafel versehen. Erst dann ging es auch für die Akteure ins Bierzelt, wo nach der ausgiebig genossenen Dusche der Körper auch von innen angefeuchtet werden konnte. Das Wetter besserte sich, und einer großen Kirwafeier am Abend stand nichts mehr im Wege.

Ideal für die Tänzer

Am Florianstag hat die "Heibodnmusi" zum ersten Mal in Schneeberg gespielt, die Mitglieder der Schneeberger Feuerwehr waren von der Musik so begeistert, dass sie die Gruppe für ihre Kirwa verpflichteten. Damit hatten sie einen guten Griff taten, denn die Vollblutmusiker um Jürgen Lößl legten gleich mächtig los und spielten genau die Musik, auf die die vielen Volkstänzer gewartet hatten. An den Auftanz reihten sich Polkas, Walzer und Zwiefache, die Tanzfläche war ständig gut gefüllt. Nur hin und wieder ließen sich die Tänzer zu einem "Prosit der Gemütlichkeit" auf die Bänke locken.

Da Tanzen auch hungrig macht, ging die deftige Schlachtschüssel schnell weg, auch der Gerstensaft wurde als "Löschmittel" nach heißen Tanzrunden dringend benötigt. Dass die Schneeberger und ihre Gäste nicht nur von der Musik her auf die bayerische Tradition etwas halten, war auch daran zu sehen, dass Dirndl und Lederhose dominierten. "A Wirtsstub'n, so wia zu meiner Zeit, war für so a haffa Leit vül zu kloa", merkte ein Senior mit Blick in die Festhalle an.

Frisch aus dem Ofen

Gerade groß genug war die Festhalle auch am Kirchweihsonntag, denn schon zum Frühschoppen kamen viele Gäste, und in der Mittagszeit hatten die Organisatoren alle Hände voll zu tun, um alle Hungrigen mit gemischtem Braten und "Spotzn" zu versorgen. Nach dem Nachtisch mit Kaffee und Kuchen kamen schon die ersten knusprigen Pizzen aus dem Dorfbackofen.

Die Kinder konnten sich in der Hüpfburg und an den übrigen Spielgeräten austoben, und dazu lachte dann am Sonntag auch die Sonne vom Himmel.
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